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Projekt-Detailansicht

Summative Evaluation KiföG Mecklenburg-Vorpommern

Allgemeines

laufende Projektnummer

82

Kurzbeschreibung

Projektziele:

1. Entwicklung eines Konzepts zur Evaluation von Fortbildungsveranstaltungen, Durchführung und Auswertung fragebogengestützter Untersuchungen, Ergebnisdarstellungen und Veränderungsmessung in Hinblick auf diagnostische Kompetenzen zur Erkennung von Anzeichen von Entwicklungsgefährdungen bei 3-6-Jährigen.

- Schriftliche Befragung von Fachkräften und Tagespflegepersonen im Jahr 2011 im Rahmen der Fortbildungen.

2. Entwicklung eines Konzepts zur Evaluation der Umsetzung des KiföG M-V unter besonderer Berücksichtigung der sich an einer gezielten individuellen Förderung beteiligenden Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen (DESK-Nutzung) einschließlich der Durchführung und Auswertung quantitativer Untersuchungen zur Frage nach der Verbesserung des kindlichen Entwicklungsstandes (Erhebung mittels DESK).

o Erhebung spezifischer Rahmenbedingungen der teilnehmenden Kindertageseinrichtungen mittels Fragebögen für die entsprechenden Leitungskräfte,

o Erhebung des sozioökonomischen Status der Personensorgeberechtigten sowie weiterer Variablen wie zum Beispiel Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen.

- Datenauswertung der DESK-Bögen

- Die Ergebnisse zum DESK werden seitens des Auftragnehmers den Kindertageseinrichtungen / Tagespflegepersonen in Form kindspezifischer Auswertungsbögen ausgehändigt.

3. Unterstützung von Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen in der Auswertung des mittels DESK erhobenen Entwicklungsstandes von Kindern im Rahmen des zweiten Untersuchungsgegenstandes (Treffen zum Erfahrungsaustausch)

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Community Medicine, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health, Forschungsschwerpunkt Prävention

Institut für Community Medicine, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health
Dr. Marco Franze (Ansprechpartner)
Ellernholzstr. 1-2
17487 Greifswald
Telefon: 03834 - 86 77 56
Fax: 03834 - 86 77 52
E-Mail: marco.franze@uni-greifswald.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Mai 2011 Ende / geplantes Ende: Dezember 2011

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Einrichtungen der Bundesländer: Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Mecklenburg-Vorpommern

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Psyche / Stress
  • Gewaltprävention
  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Prävention von chronischen Erkrankungen (z.B. KHK, Diabetes)
  • Soziale Kompetenz

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) aus den vergangenen Jahren zeigen einen erheblichen Anteil an Kindern mit Entwicklungsverzögerungen: so wiesen z.B. 17,3% der im Rahmen der Einschulungsuntersuchung im Jahr 2010/2011 untersuchten Kinder sprachliche Entwicklungsverzögerungen auf. Von Entwicklungsverzögerungen im motorischen bzw. emotional-sozialen Bereich waren 13,7% bzw. 12,0% betroffen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Soziales und Gesundheit M-V und dem Institut für Community Medicine verfolgt das Ziel, dem Auftraggeber im Rahmen der summativen Evaluation verwertbare wissenschaftliche Erkenntnisse zur Stärkung der individuellen Förderung und der gezielten individuellen Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege auf der Grundlage des Kindertagesförderungsgesetzes vorzulegen. Der Auftraggeber erwartet eine wissenschaftliche fundierte Evaluation der gezielten individuellen Förderung, um diese weiter entwickeln zu können.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Kindergarten / Kindertagesstätte

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Identifikation von Zielgruppen

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Schulung / Kurs / Training

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Experteninterview, Leitfrageninterview
  • Längsschnittstudie

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Lebensqualität, Intermediäre Verhaltenparameter

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Bei Vorhandensein bestimmter Kriterien (überdurchschnittlich hoher Anteil von Elternbeiträgen, die vom Jugendamt übernommen wurden) erhalten Kitas zusätzliche Mittel für die gezielte individuelle Förderung von Kindern. Diese Förderung soll wesentlich zur Vermeidung von Defiziten im Rahmen der späteren Einschulungsuntersuchung beitragen. Damit die jährliche Zuweisung bedarfsgerecht verwendet werden kann, ist deren Bereitstellung an die jährliche Anwendung des „Dortmunder Entwicklungsscreenings für den Kindergarten (DESK 3-6)“ sowie die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Prozessbegleitung und Evaluation gebunden (das DESK stellt ein standardisiertes, valides und reliables Screeningverfahren dar, anhand dessen der Entwicklungsstand von 3- bis 6-jährigen Kindern in den Bereichen Motorik, Sprache, sozial-emotionale Entwicklung sowie zur Gesamtentwicklung zuverlässig objektiviert werden kann).

Die Ergebnisse aus dem einmal jährlich stattfindenden Entwicklungsscreening werden in M-V in den kommenden Jahren ein wichtiger Indikator hinsichtlich der Erforderlichkeit einer gezielten individuellen Förderung von Kindern, aber auch bzgl. der Nachhaltigkeit verschiedener Interventionsstrategien sein. Die Evaluation umfasst neben der Auswertung des Screenings für die Kindertageseinrichtungen umfassende Befragungen zur Durchführung, Akzeptanz und Ergebnisverwertung.

Die Befunde aus dem „Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten“ sollen nicht nur den Kindergärten als Basis für eine gezielte individuelle Förderung dienen, sondern auch den konsultierten Ärzten wichtige Anhaltspunkte für eine weiterführende Diagnostik und erforderliche therapeutische Interventionen liefern. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verschiedener an der Entwicklung von Kindern beteiligten Institutionen im Land ist die Voraussetzung für eine Senkung der hohen Prävalenzen im Bereich der Entwicklungsverzögerungen bei Einschülern.

Ergebnisse und Praxistransfer

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Prävention: Ein Beitrag zur Stärkung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (Vortrag). Symposium "10 Jahre Gesundheitsforschung für den Patienten Bevölkerung im Institut für Community Medicine"; 2013 Mrz 15; Greifswald.

Gesundheit früh stärken“, Symposium zu Gesundheitsförderung und Prävention in Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern, Freitag, 02.12.2011 (14:00 - 17:30 Uhr), Universitätshauptgebäude, Konferenzsaal, Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald

Liste zuklappenPublikationen

Rudolph S, Franze M, Gottschling A, Hoffmann W. Entwicklungsgefährdungen im Bereich sozialer Kompetenzen bei 3-6-jährigen Kindern in Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern: Prävalenz und Risikofaktoren (Originalartikel). KINDHEIT UND ENTWICKLUNG. 2013; 22(2):97-104.

Franze M, Gottschling-Lang A, Hoffmann W. Der Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse einer Befragung aller Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern (Originalartikel). PRÄVENTION UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG. 2013; (In Press) DOI 10.1007/s11553- 012- 0379-5

Walter U, Gold C, Hoffmann W, Jahn I, Töppich J, Wildner M, Dubben S, Franze M, John J, Kliche T, Lehmann H, Naegele G, Nöcker G, Plaumann M, Pott E, Robra BP. Memorandum – Forschungsförderung Prävention. GESUNDHEITSWESEN. 2012; 74(8-9):526-532.

Franze M, Gottschling A, Hoffmann W. Kinder in Kitas in Mecklenburg-Vorpommern gezielt und evidenzbasiert fördern – Das Projekt „Summative Evaluation „KiföG M-V“ (Originalartikel). IMPULSE FÜR GESUNDHEITSFÖRDERUNG. 2012; 27.

Gottschling A, Franze M, Hoffmann W. Entwicklungsverzögerungen bei Kindern. Screening als Grundlage für eine gezielte Förderung (Case-Report). DEUTSCHES ÄRZTEBLATT. 2012; 109(7):A 308-A 310.

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