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Projekt-Detailansicht

Gesund aufwachsen in Kindertagesstätten (Gi-Kitas)

Allgemeines

laufende Projektnummer

77

Kurzbeschreibung

Gi-Kitas (Gesund aufwachsen in Kindertagesstätten) ist eine 3-jährige Studie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg in Kooperation mit dem Landkreis Coburg, an dem sich fünf kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie acht Kitas der Region beteiligen.

Das Projekt will das gesunde Aufwachsen von Kindern in ihrem alltäglichen Umfeld fördern. Hierbei setzt Gi-Kitas von Anfang an auf die Beteiligung aller am Kita-Alltag Beteilgten. Gemeinsam mit dem pädagogischen Personal der Einrichtungen und den Eltern werden die Themen Gesundheitsförderung in der Kita, Elternzusammenarbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gestaltung des Kindergartenumfeldes (Sozialraumanalyse) bearbeitet und somit ein maßgeschneidertes, speziell auf jede Kita zugeschnittenes Organisationsentwicklungsprogramm entwickelt.

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Juni 2010 Ende / geplantes Ende: Mai 2013

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Einrichtungen der Bundesländer: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Bayern

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Psyche / Stress

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Vor dem Hintergrund der Daten zur gesundheitlichen Entwicklung der Kinder (13. KJ Bericht, KIGGS 2006, Schuleingangsuntersuchungen 2007-9) und Studien über gestiegene Anforderungen und Belastungen von ErzieherInnen in Kindertageseinrichtungen (Kliche 2008, Fuchs-Rechling 2007, Thinschmidt 2007) strebt das Projekt "Gi-Kitas" ein evaluiertes Entwicklungsprogramm zur gesundheitsförderlichen Gestaltung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Kindertagesstätten an.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Hauptzeil des Projektes ist es, das gesunde Aufwachsen von Kindern zu fördern, indem drei Stategien miteinander verknüpft werden:

  • Optimierung der Gesundheitsförderungsangebote für Kinder
  • Entwicklung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedigungen für das pädagogische Personal
  • Gestaltung des Kindergartenumfeldes.

Zudem soll die Zusammenarbeit mit den Eltern gestärkt und unterstützt werden.

Zur Unterstützung einer gesundheitsförderlichen Gestaltung der Lebens- und Arbeitswelt in den Kitas soll gemeinsam ein passgenaues Organisationsentwicklungsprogramm aufgebaut werden.
Weiterhin strebt Gi-Kitas eine nachhaltige Weiterführung durch partizipative Entwicklung, Durchführung und Verankerung des Projektes in der Kommune an.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)
  • Menschen im höheren erwerbsfähigen Alter (51-65)
  • Menschen im mittleren erwerbsfähigen Alter (26-50)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Professionelle als Multiplikatoren

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Kindergarten / Kindertagesstätte

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zusammenstellung für die Praxis

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Sonstiges: 7 Gesundheitszirkel in jeder teilnehmenden Einrichtung

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Ohne Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Leitfrageninterview, Beobachtung

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Lebensqualität, Intermediäre Verhaltenparameter
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Partizipation aller am Kita-Alltag Beteiligten: Expertenwissen der ErzieherInnen und Eltern wird genutzt und ein passgenaues und akzeptiertes Organisationsentwicklungsprogramm initiiert.
1. Phase: Durchführung von 7 Fokusgruppendiskussionen mit ErzieherInnen und Eltern, um Kita relevante Inhalte zur Gesundheitsförderung, Herangehensweisen und Qualifizierungsbausteine zu entwickeln. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wird ein Manual erstellt und MentorInnen zur Leitung von Gi-Kitas-Gruppen (Gesundheitszirkeln) qualifiziert.
2. Phase: In jeder Kita wird eine Gi-Kitas-Gruppe eingerichtet und die Themen Gesundheitsförderung, Elternarbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Sozialraumanalyse - je nach Gewichtung für jede Kita - bearbeitet. Ergebnisse der Sozialraumanalyse werden über Runde Tische in die Gemeinde eingebracht.
3. Phase: Übertragung auf weitere Gemeinden durch MentorInnen-Qualifizierungen, die Bereitstellung des Interventionsprogrammes (Manual) auf der Homepage www.gi-kitas.de sowie Nachbetreuung.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

In der 1. Phase (der Entwicklungsphase) wurden in insgesamt sieben Fokusgruppendiskussionen fünf Themenschwerpunkte mit VertreterInnen des pädagogischen Personals sowie Eltern aus allen acht Kitas bearbeitet. Auf diesem Wege wurden Inhalte, Methoden und Qualifizierungsbausteine für die im Rahmen der Intervention durchzuführenden Gi-Kitas-Gruppen (Gesundheitszirkel) identifiziert.
In den Treffen wurde u.a. gesammelt, welche Hindernisse das gesunde Aufwachsen der Kinder erschweren (wie Zeit- und Personalmangel).
Außerdem wurde zusammengetragen, welche Gesundheitsförderungsmaßnahmen bereits in den acht teilnehmenden Kitas umgesetzt werden und wie diese hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umsetzbarkeit einzuschätzen sind.
Weiterhin wurden die Zusammenarbeit im Team und die damit verbundenen Regeln und Konfliktpotentiale näher beleuchtet. Hier gibt es den meisten Klärungsbedarf beim Austausch von Informationen.
Beim Thema Elternarbeit stand die Besprechung der "Stolpersteine" sowie deren Reduzierung im Mittelpunkt.
Die Sozialraumanalyse diente vorranig zur Generierung von Ideen für ein familienfreundliches Umfeld. Darauf aufbauend wurden Wünsche an die eigene Gemeinde formuliert.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Nach Projektende ist eine Übertragung von Gi-Kitas auf andere Gemeinden gewollt und angestrebt. Darum wird das Interventionsprogramm (MentorInnen-Schulung und Konzept-Manual mit Methodenkoffer) ab Mitte 2013 auf der Homepage www.gi-kitas.de weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt. Zudem wird bis 2016 pro Jahr jeweils eine Qualifizierung zur MentorIn durch die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg angeboten.

Außerdem wird das Forschungsprojekt im Studiengang Integrative Gesundheitsförderung verankert, indem z.B. im Projektstudium des Studienganges themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet werden. Dadurch können die Studierenden frühzeitg (ab dem 3. Semester) in das Vorhaben mit einbezogen sowie Seminar- und Bachelorarbeiten in kleinen Gruppen vorbereitet werden.

Liste zuklappenPublikationen

  • Schmidt B, Axt-Gadermann M, Thumann B, Hassel H (2010) Partizipative Entwicklung von sozialraumorientierter Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten. 16. Kongress Armut und Gesundheit. 2.-4. Dezember 2010, Tagungsband 38. Berlin
  • Hassel H, Axt-Gadermann M, Schmidt B, Thumann B (2011) Partizipative Entwicklung von sozialraumorientierter Gesundheitsförderung. Gemeinsamer Kongress DGSMP und DGSM. 21.-23. September 2011. Bremen

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Das Interventionsprogramm (Konzept-Manual mit Methodenkoffer sowie die MentorInnen-Schulung) wird 2013 auf der Homepage www.gi-kitas.de weiteren Gemeinden zur Verfügung gestellt.

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