Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kreisdiagramm mit Pfeilen

Logo KNP

Seiteninhalt

Projekt-Detailansicht

EVALLAP - Evaluation von Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen des Landesaktionsplans zur Gesundheitsförderung und Prävention in Mecklenburg-Vorpommern

Allgemeines

laufende Projektnummer

74

Kurzbeschreibung

Einleitung: Als landesübergreifende Strategie für Mecklenburg-Vorpommern (M-V) wurde der „Landesaktionsplan Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern“ (LAP) unter Einbindung aller Ressorts der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände und Partner/Akteure aus den Lebensbereichen Kindertagesförderung, Schule, Betrieb/Arbeitswelt und Kommune entwickelt und vom Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2008 veröffentlicht. Der LAP möchte einen Beitrag zu einem Mehr an Gesundheit im Land leisten und beinhaltet gemeinsame Ziele, Strategien und Handlungsschwerpunkte für Gesundheitsförderung/Prävention (GF/P) in den Lebensbereichen Kindertagesförderung, Schule, Kommune und Betrieb/Arbeitswelt.

Methodik: Da vor Veröffentlichung des LAP im Juni 2008 keine Evaluationsstudie vorlag, deren Informationen als Grundlage für einen ersten Messzeitpunkt hätten verwendet werden können, wurde die Untersuchung in Form einer retrospektiven Fragebogenstudie durchgeführt, sodass neben einer aktuellen Einschätzung für das Jahr 2010 auch rückblickend das Jahr 2008 in Hinblick auf ausgewählte Items bewertet werden sollte. Die schriftliche Befragung fand im September und Oktober 2010 statt.

Ergebnisse (hier nur bezogen auf Einschätzungen von kommunalen Vertretern und Mitgliedern des Aktionsbündnisses): An der Befragung nahmen insgesamt 242 Personengruppen beziehungsweise Institutionen teil, davon 24 Mitglieder des Aktionsbündnisses für Gesundheit (Response: 60%) und 17 Gesundheitsämter (Response: 100%). Die Mitglieder des Aktionsbündnisses bewerten den Vernetzungsgrad zwischen den Akteuren in allen Settings für das Jahr 2010 signifikant besser (in Bezug auf das Setting Kommune: p < 0,05). Nach Aussage der kommunalen Vertreter verfügt die eigene Stadt/Kommune über signifikant mehr niedrigschwellige aufsuchende Angebote (Familienhebammen oder aufsuchende Hilfen durch das Gesundheitsamt; p < 0,01), die Vernetzung unterschiedlicher Beratungsstellen wird für das Jahr 2010 ebenfalls signifikant positiver bewertet (p<0,01).

Schlussfolgerung: Es sind signifikante Verbesserungen im Bereich GF/P in M-V zu berichten, allerdings beruht diese Einschätzung ausschließlich auf dem subjektiven Eindruck der Befragten. Daher sollten die Ergebnisse in Bezug zu objektiven Daten gesetzt werden (z.B. Daten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen, Ergebnisse zur Zahngesundheit, Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen).

Studienkoordination: Dr. Marco Franze
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Kontakt:
Dr. Marco Franze
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Institut für Community Medicine
Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health
Forschungsschwerpunkt Prävention
Ellernholzstr. 1-2, 17487 Greifswald
Tel.: 0151 - 58 71 21 76 (03834 - 86 77 56), Fax: 03834 - 86 77 52
marco.franze@uni-greifswald.de

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Community Medicine, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health, Forschungsschwerpunkt Prävention

Institut für Community Medicine, Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health
Dr. Marco Franze (Ansprechpartner)
Ellernholzstr. 1-2
17487 Greifswald
Telefon: 03834 - 86 77 56
Fax: 03834 - 86 77 52
E-Mail: marco.franze@uni-greifswald.de

Institut für Community Medicine
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Dezember 2009 Ende / geplantes Ende: März 2011

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Einrichtungen der Bundesländer: Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Mecklenburg-Vorpommern

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Psyche / Stress
  • Sucht (z.B. Tabak, Alkohol)
  • Gewaltprävention
  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Übergewicht / Adipositas
  • Unfall / Sturzprophylaxe
  • Mundgesundheit
  • Prävention von chronischen Erkrankungen (z.B. KHK, Diabetes)
  • Prävention von Infektionskrankheiten
  • Impfen
  • Soziale Kompetenz
  • Prävention von Pflegebedürftigkeit

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Der LAP wird im Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen aufgrund mehrerer Aspekte positiv bewertet:

  • zugrundeliegender umfassender und positiver Gesundheitsbegriff,
  • Berücksichtigung zentraler Begrifflichkeiten wie z.B. Setting-Ansatz,
  • Hervorhebung einer zielgruppengerechten Individualisierung der Interventionen, Beteiligung der Zielgruppen („Partizipation“) und „Kontinuität und Nachhaltigkeit“ der Maßnahmen,
  • Benennung vulnerabler Gruppen, die besonderer Unterstützung und vorzugsweise aufsuchender und niedrigschwelliger Hilfe bedürfen („Menschen mit Armutsrisiko, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, suchtbelastete Menschen, ältere Alleinlebende, Menschen mit Migrationshintergrund“),
  • Berücksichtigung der Notwendigkeit verpflichtender Evaluationen für öffentliche Projekte
  • Absicht, eine Präventionsberichterstattung etablieren zu wollen.

Allerdings wird auch das Fehlen epidemiologischer Daten und Angaben zur Ausgabenstatistik hinsichtlich der präventiven Gesundheitsversorgung im LAP angemerkt. Daher empfiehlt der Sachverständigenrat die Etablierung eines „Landesgesundheitsberichts/Prävention/Kinder und Jugendliche“.

Der hier vorliegende Evaluationsbericht stellt diesbezüglich einen Baustein dar, dessen Ergebnisse jedoch auch in Bezug zu objektiven Daten gesetzt werden müssen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Projektziele und Methodik:
Das Projekt „EVALLAP“ beinhaltet eine begleitende Evaluation zum „Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern“ (LAP) und erfolgt in Form fragebogengestützter Erhebungen. EVALLAP umfasst die folgenden Punkte:

  1. Auswahl valider Indikatoren für die im LAP genannten vier Settings (Kindertagesförderung, Schule, Betrieb/Arbeitswelt und Kommune),
  2. Entwicklung entsprechender Fragebögen sowie
  3. Datenerhebung/-auswertung.

Da vor der Veröffentlichung des LAP kein entsprechender Pretest durchgeführt wurde bzw. vergleichbare Daten hierzu nicht vorliegen, erfolgt die begleitende Evaluation zum LAP in Form einer retrospektiven Methodik (Vergleich von Entwicklungen der Jahre 2008 vs. 2010).

Die Datenerhebung erfolgte Ende 2010/Anfang 2011. Ergebnisse liegen im Frühjahr 2011 vor.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Altersgruppenunabhängig

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen
  • Personen mit spezifisch erhöhten Krankheitsrisiken
  • Professionelle als Multiplikatoren
  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Betrieb
  • Kindergarten / Kindertagesstätte
  • Schule
  • sonstige: Befragung in Gesundheitsämtern & Agenturen für Arbeit/ARGEN sowie von Mitgliedern des Aktionsbündnisses für Gesundheit

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Optimierung von Qualitätssicherung
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Identifikation von Zielgruppen
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege

Studiendesign

  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)

gemessene Outcomes?

  • Strukturbildung
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Da vor der Veröffentlichung des LAP kein entsprechender Pretest durchgeführt wurde bzw. vergleichbare Daten hierzu nicht vorliegen, erfolgt die begleitende Evaluation zum LAP in Form einer retrospektiven Methodik (Vergleich von Entwicklungen der Jahre 2008 vs. 2010).
Befragt werden:

  • Mitglieder des Aktionsbündnisses für Gesundheit
  • Kindertagesstätten
  • Schulen
  • Betriebe
  • Agenturen für Arbeit/ARGEN
  • Kommunale Vertreter (Gesundheitsämter)

Für die schriftliche Befragung von Kindertagesstätten, Schulen und Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern wurde aufgrund der Vielzahl von Einrichtungen eine Zufallsstichprobe gezogen.

Die Datenerhebung erfolgte Ende 2010 / Anfang 2011.

Ergebnisse liegen im Frühjahr 2011 vor.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Einleitung: Als landesweite Strategie für Mecklenburg-Vorpommern (M-V) wurde der LAP unter Einbindung aller Ressorts der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände und Partnern/Akteuren aus den Bereichen Kindertagesförderung, Schule, Betrieb/Arbeitswelt und Kommune entwickelt und vom Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2008 veröffentlicht [1]. Der LAP möchte einen Beitrag zu einem Mehr an Gesundheit im Land leisten und spezifiziert gemeinsame Ziele, Strategien und Handlungsschwerpunkte für die genannten Lebensbereiche. Berichtet werden Ergebnisse einer schriftlichen Befragung kommunaler Vertreter (Gesundheitsämter) und Mitglieder des sog. Aktionsbündnisses für Gesundheit M-V (AfG), das die Umsetzung des LAP beobachten soll. Methoden: Da vor Veröffentlichung des LAP im Juni 2008 keine Evaluationsstudie vorlag, deren Informationen als erster Messzeitpunkt hätten verwendet werden können, wurde die Untersuchung in Form einer retrospektiven Fragebogenstudie durchgeführt, in der neben einer aktuellen Einschätzung ausgewählter Items für das Jahr 2010 diese gleichzeitig rückblickend für das Jahr 2008 bewertet werden sollten (schriftliche Befragung im September/Oktober 2010). Ergebnisse: An der Befragung beteiligten sich 17 Gesundheitsämter (Response: 100%) sowie 24 AfG-Mitglieder (Response: 60%). Nach Aussage der kommunalen Vertreter verfügt die eigene Stadt/Kommune in 2010 über signifikant mehr niedrigschwellige aufsuchende Angebote als noch in 2008 (z.B. aufsuchende Hilfen durch das Gesundheitsamt; p < 0,01). Die Vernetzung unterschiedlicher Beratungsstellen wird für das Jahr 2010 signifikant positiver bewertet (p<0,01). Die AfG-Mitglieder bewerten den Vernetzungsgrad zwischen den Akteuren im Setting Kommune für das Jahr 2010 signifikant besser (p < 0,05). Nicht signifikant verbessert hat sich die niedrige Teilnahme an den Programmen "Gesunde Städte", "Soziale Stadt" und "Umwelt und Gesundheit". Diskussion: Eine schriftliche Befragung aller Gesundheitsämter in M-V sowie weiterer Akteure im Bereich Prävention ergab signifikante Verbesserungen im Bereich GF/P in M-V. Basis dieser positiven Tendenz ist jedoch designbedingt der subjektive Eindruck der Befragten. Daher sollen in einem nächsten Schritt die Befragungsergebnisse in Bezug zu objektiven Daten gesetzt werden (z.B. Schuleingangsuntersuchungsergebnisse).

Liste zuklappenPublikationen

Franze M, Gottschling-Lang A, Hoffmann W. Der Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern: Ergebnisse einer Befragung aller Gesundheitsämter in Mecklenburg-Vorpommern (Originalartikel). PRÄVENTION UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG. 2013; (In Press) DOI 10.1007/s11553- 012- 0379-5

Walter U, Gold C, Hoffmann W, Jahn I, Töppich J, Wildner M, Dubben S, Franze M, John J, Kliche T, Lehmann H, Naegele G, Nöcker G, Plaumann M, Pott E, Robra BP. Memorandum – Forschungsförderung Prävention. GESUNDHEITSWESEN. 2012; 74(8-9):526-532.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Projektbeschreibung EVALLAP - Begleitende Evaluation zum Landesaktionsplan zur
Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern

Links

Link zum Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern

Link zur Internetpräsenz des Aktionsbündnisses für Gesundheit

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung