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Projekt-Detailansicht

Ausweitung der Wochenbettbetreuung durch Hebammen in ausgewählten Regionen in Rheinland-Pfalz und Bayern

Allgemeines

laufende Projektnummer

72

Kurzbeschreibung

Hebammen können derzeit Mütter mit ihren neugeborenen Kindern über einen Zeitraum von bis zu acht Wochen nach der Gebrut betreuen. Darüber hinaus sind nur noch Beratungen im Kontext von Stillen und Ernährungsfragen möglich. Die durch die Hebammen-Vergütungsvereinbarung in diesem Zeitraum zur Verfügung stehenden Kontakte mit der Hebamme werden jedoch vielfach nur anteilig in Anspruch genommen.
In einzelnen Modellregionen der Bundesländer Bayern und Rheinland-Pfalz wird in Ansprache mit den AOK-Landesverbänden der Regelzeitraum für die Hebammenbetreuung auf sechs Monate nach der Geburt verlängert. Durch die Studie wird die zeitlich ausgeweitete Hebammenbetreuung evaluiert. Ziel der Studie ist es, die Effektivität und die Effizienz der intensivierten nachgeburtlichen Versorgung zu überprüfen.
Im Rahmen eines prospektiven Kontrollgruppendesigns werden sowohl Hebammen und die von ihnen betreuten Eltern in der Interventionsgruppe (Betreuung über sechs Monate) als auch Hebammen und die von ihnen betreuten Eltern in der Kontrollgrupe (Betreuung über acht Wochen) quantitativ befragt. Die Befragung findet zwischen dem 8. und 14. Lebenstag des Kindes (T1) und vor Vollendung des sechsten Lebensmonats des Kindes (T2) statt.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Philipps-Universität Marburg

Klinische Psychologie und Psychotherapie
Prof. Dr. Bernd Röhrle

Klinische Psychologie und Psychotherapie
Dr. Hanna Christiansen
Gutenbergstraße 18
35032 Marburg
E-Mail: christih@staff.uni-marburg.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: August 2010 Ende / geplantes Ende: Juli 2012

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Einrichtungen der Bundesländer: Bayrisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen; Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Berufsverband
  • Sonstiges

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Bayern
  • Rheinland-Pfalz

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Sonstiges: Kindliche Entwicklung, physische und psychische Gesundheit der Mutter, Elternkompetenz

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Die Geburt eines Kindes ist als "critical life event" für die weitere Entwicklung der mütterlichenund kindlichen Gesundheit von großer Bedeutung. Duch präventive niedrigschwellige Versorgung in der postpartalen Phase kann nachhaltig positiv Einfluss sowohl auf die physische und psychische Gesundheit der Mutter als auch auf die kognitive, motorische und psychosoziale Entwicklung des Kindes genommen werden.Hebammen erhalten durch ihre Leistungen im häuslichen Setting Zugang zu Frauen und deren Familien in der Phase nach der Geburt und befinden sich daher in der ausgewiesenen Rolle, gesundheitsfördernde und präventive Konzepte umzusetzen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Im Projekt wird der Zeitraum der postpartalen Hebammenbetreuung von acht Wochen auf sechs Monate verlängert, um die Zahl der in Anspruch genommenen Kontakte
zur Hebammen im Rahmen der bestehenden Hebammen-Vergütungsvereinbarung zu erhöhen. Durch die verlängerte Betreuung sollen das elterliche psychische und physische Wochlbefinden gefördert, die elterlichen Kompetenzen gestärkt, der Aufbau einer sicheren Eltern-Kind-Bindung unterstützt, Risiken und Gefährdungen frühzeitig erkannt und Fehlentwicklungen vorgebeugt werden.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Jugendliche und junge Erwachsene (15-25)
  • Menschen im mittleren erwerbsfähigen Alter (26-50)
  • Säuglinge (0-1)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen
  • Professionelle als Multiplikatoren

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Familie / Haushalt

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Sonstiges: Zeitliche Ausweitung der Wochenbettbetreuung durch Hebammen

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Längsschnittstudie

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Intermediäre physiologische und funktionale Parameter, Intermediäre Verhaltenparameter, Morbidität
  • Kompetenz / Empowerment
  • Versorgungsdaten
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Im Rahmen eines quasiexperimentellen Kontrollgruppendesigns werden durch schriftliche Befragung von Hebammen (n= 180) und und den von ihnen betreuten Eltern (n=700) die Effekte der instensivierten und verlängerten Wochenbettbetreuung untersucht. Die Befragungen finden zwischen dem 8. und 14. Lebenstag des Kindes und vor Vollendung des sechsten Lebensmonats des Kindes statt.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Erste Ergebnisse werden 2012 erwartet.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Sollten die Ergebnisse positive Effekte der verlängerten Wochenbettbetreuung belegen, sollte ein flächendeckende Implementierung des Versorgungsmodells empfohlen werden.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Projektflyer zum Download

Links

www.Ausweitung-der-Hebammenbetreuung.uos.de

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung