Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kreisdiagramm mit Pfeilen

Logo KNP

Seiteninhalt

Projekt-Detailansicht

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige - Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Assessments zur Primärprävention in vernetzten Strukturen

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0705

laufende Projektnummer

38

Kurzbeschreibung

Vorhabenziel: Die Entwicklung, Implementierung, Validierung und Evaluation eines Assessments zur Ermittlung des individuellen Bedarfs an primärpräventiven Maßnahmen bei älteren pflegenden Angehörigen.
Arbeitsplanung: In einer Vorstudie werden zur Entwicklung des Assessments und zur Auswahl geeigneter Zugangswege Experteninterviews, strukturierte Gruppendiskussionen und Sekundärdatenanalysen durchgeführt. Nach der Implementierung des Assessments kommen zur Evaluierung des Instruments standardisierte schriftliche Befragungen zum Einsatz.
Ergebnisverwertung: Ein zu entwickelnder Maßnahmenkatalog mit möglichen primärpräventiven Angeboten zur Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige kann von Präventionsanbietern angewendet werden. Akteuren, die im Bereich der häuslichen Versorgung tätig sind, wird ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem individuelle Profile älterer pflegender Angehöriger im Hinblick auf Risiken und Ressourcen ermittelt werden können. Am Beispiel der Deutschen BKK wird modellhaft aufgezeigt, wie gesundheitsfördernde vernetzte Strukturen in der Initialphase einer Pflegeübernahme nachhaltig zu etablieren und zu finanzieren sind.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Institut für Medizinische Soziologie
Dr. Dagmar Dräger

Institut für Medizinische Soziologie
Dr. Stefan Blüher
Luisenstraße 13
10117 Berlin
Telefon: +49 30 450 529 184
Fax: +49 30 450 529 984
E-Mail: stefan.blueher@charite.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Oktober 2007 Ende / geplantes Ende: September 2010 BMBF-Förderphase 3

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Sozialversicherung (z.B. Krankenkasse, Unfallkasse)

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Berlin
  • Niedersachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Psyche / Stress
  • Sonstiges: Gesundheitsförderung bei ältern pflegenden Angehörigen

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Ältere pflegende Angehörige stellen eine Zielgruppe dar, die – angesichts erheblicher Belastungen und gesundheitlicher Risiken – einerseits in besonderem Maße Bedarf an Gesundheitsförderung und primärpräventiven Maßnahmen aufweist, andererseits jedoch von bestehenden Angeboten besonders schwer erreicht wird. Es zeigen sich zahlreiche Defizite bei bereits etablierten Unterstützungsangeboten für pflegende Angehörige, die folgende Aspekte betreffen: ungeeignete Zugangswege, ungünstige Zeitpunkte für Angebote, mangelnde Bedarfs- und Bedürfnisorientierung von Angeboten sowie fehlender primärpräventiver Charakter von Unterstützungsangeboten. Daraus resultiert häufig eine geringe Inanspruchnahme.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

  • Ermittlung und Beschreibung möglicher primärpräventiver Maßnahmen zur Gesundheitsförderung älterer pflegender Angehöriger.
  • Entwicklung und Anwendung eines Assessments zur Erfassung des individuellen Bedarfs an Primärprävention älterer pflegender Angehöriger.
  • Entwicklung gesundheitsfördernder vernetzter Strukturen in der Initialphase einer Pflegeübernahme im Rahmen einer ausgewählten gesetzlichen Krankenkasse (Deutsche BKK).
  • Bewertung des Assessments aus Zielgruppen- und Anwenderperspektive.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Hochbetagte (ab 80)
  • Menschen im höheren erwerbsfähigen Alter (51-65)
  • ältere Menschen (66-79)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Verbände / Krankenkassen

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege

Studiendesign

  • Sonstiges :

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Experteninterview, Leitfrageninterview
  • Analyse von Sekundärdaten

gemessene Outcomes?

  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit
  • Sonstiges : Ressourcen und Risiken pflegender Angehöriger

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

In der Vorstudie werden zur Eruierung von geeigneten Präventionsmaßnahmen und Zugangswegen sowie zur Entwicklung des Assessment-Instruments Leitfadeninterviews und strukturierte Gruppendiskussionen mit Betroffenen und Professionellen durchgeführt und darüber hinaus Sekundärdaten analysiert. In der 2. Projektphase wird das entwickelte Assessment in bestehende Strukturen einer gesetzlichen Krankenkasse implementiert, und auf dessen Grundlage bedarfsgerechte Präventionsangebote unterbreitet. In der 3. Projektphase werden zur Evaluierung des Assessments teilstandardisierte schriftliche Befragungen zur Ermittlung der Zielgruppen- und Anwenderperspektive durchgeführt.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Es wird erwartet, dass zum einen geeignete primärpräventive Angebote zur Gesundheitsförderung älterer pflegender Angehöriger ermittelt werden, die im Rahmen bestehender gesetzlicher Regelungen durch die Krankenkasse unterbreitet werden. Zum anderen, dass mit der Entwicklung eines Assessments möglichen Anwendern ein Instrument an die Hand gegeben wird, mit dem individuelle Profile älterer pflegender Angehöriger im Hinblick auf Ressourcen und Risiken ermittelt werden können.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Deutsche BKK wird modellhaft aufgezeigt, wie gesundheitsfördernde vernetzte Strukturen in der Initialphase einer Pflegeübernahme nachhaltig zu etablieren und zu finanzieren sind. Die Erfahrungen aus der Anwendung des Assessments und den daraus resultierenden Angeboten (Implementierungsphase) sollen zeigen, wie bedarfsgerechte primärpräventive Maßnahmen für pflegende Angehörige frühzeitig zum Einsatz kommen und effektiv sowie ökonomisch effizient gestaltet werden können.

Liste zuklappenPublikationen

  • Dräger, D.*, Blüher, S.*, Kummer, K., Budnick A. (2013): Subjektive Barrieren der Nutzung von Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige. Pflege und Gesellschaft 1/2013. 50-64 (*geteilte Erstautorenschaft)
  • Dräger, D.; Budnick, A., Kummer, K., Seither, C., Blüher, S. (2012) Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige. Public Health Forum 20 Heft 74, S. 31-32
  • Budnick, A., Kummer, K., Blüher, S., Dräger, D. (2012) Pflegende Angehörige und Gesundheitsförderung - Erste Hinweise zur Validität eines deutschsprachigen Assessments zur Erfassung von Ressourcen und Risiken älterer pflegender Angehöriger. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. Online first
  • Kummer K., Dräger D., Blüher S., Budnick A. (2012): Pflegende Angehörige (k)eine unerschöpfliche Ressource. Gesundheits- und Sozialpolitik
  • Blüher S.*, Dräger D.*, Budnick A., Seither C., Kummer K.: Möglichkeiten und Grenzen der Erfassung von gesundheitlichen Ressourcen und Risiken älterer pflegender Angehöriger. Heilberufe Science 2011/4. Available at: Springerlink. (* geteilte Erstautorenschaft) 10.1007/s16024-011-0048-1
  • Kummer, K., Budnick, A., Blüher, S., Dräger, D. (2011): Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige. Niedersächsisches Ärzteblatt 7. 74-75
  • Budnick A., Kummer K., Kuhlmey A., Blüher S., Dräger D.: Pflegende Angehörige im Fokus. Der Hausarzt 2011; 11: 18-19
  • Blüher S.; Dräger D. (2011): Ältere Menschen als Pflegende: Zielgruppenspezifische Gesundheitsförderung und Prävention. In: Schott, T./Hornberg, C. (Hrsg.): Die Gesell­schaft und ihre Gesundheit. 20 Jahre Public Health in Deutschland: Bilanz und Ausblick einer Wissenschaft. Wiesbaden. VS Verlag: 653-667
  • Kummer, K.*, Budnick, A.*, Blüher, S., Dräger, D. (2010): Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige. Prävention und Gesundheitsförderung 5. 89-94 (*geteilte Erstautorenschaft)

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung