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Besser essen und leben im Alter, selbstverantwortlich, aber sicher! Partizipative Entwicklung und Erprobung eines Instruments für Seniorinnen und Senioren zur selbständigen Optimierung des Ernährungs- und Bewegungsprofils [OPTIMA(H)L 60+]

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0703

laufende Projektnummer

36

Kurzbeschreibung

Das niederschwellige, interdisziplinäre Präventionsangebot „OPTIMAHL 60plus“ ist eine Beratungshilfe für die selbstständige Überprüfung und Veränderung der Ernährung und der Bewegung für ältere Menschen. OPTIMAHL 60plus hat zum Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsprofil älterer Menschen zu optimieren. Zielgruppe: Im eigenen Haushalt lebende Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren (mit und ohne Migrationshintergrund) in sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Beratungshilfe wurde partizipativ mit Senioren und SeniorInnen (mit und ohne Migrationshintergrund) in Fokusgruppengesprächen entwickelt.

Durchführung der Intervention: Verhaltensmodifikation mit Hilfe der Beratungshilfe in den Bereichen Ernährung und Bewegung. Evaluation der Maßnahme (Interventions- und Kontrollgruppen): Ernährung und Bewegung werden zu drei Messzeitpunkten erhoben (Interviews). Die Akzeptanz von OPTIMAHL 60plus wird bei den älteren Menschen, dem möglichen Pflegedienst und den Hausärzten nach der Interventionsphase erhoben.

Transfer der Ergebnisse über Informationsveranstaltungen für Senioren und SeniorInnen sowie Multiplikatoren, Qualifizierung von Multiplikatoren, Fachtagungen und eine Internetpräsents http://www.bips.uni-bremen.de/projekt_optimahl.php.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS), Universität Bremen

Institutsleitung; Abteilung Biometrie und EDV
Prof. Iris Pigeot-Kübler (Projektleitung)

Abteilung Prävention und Evaluation, Fachgruppe Intervention und Implementierung
Katharina Keimer (Ansprechpartnerin)
Linzer Str. 10
28359 Bremen
Telefon: 0421 - 5959636
Fax: 0421 - 5959665
E-Mail: keimer@bips.uni-bremen.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: November 2007 Ende / geplantes Ende: Oktober 2009 BMBF-Förderphase 2

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Einrichtungen der freien Wohlfahrt
  • Stiftungen
  • Verein

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Bremen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Prävention von chronischen Erkrankungen (z.B. KHK, Diabetes)

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen mit zunehmendem Alter überproportional an. Bei den 65-bis 85-Jährigen entstanden in Deutschland im Jahr 2004 Krankheitskosten (indirekte und direkte Ausgaben) von 81,6 Milliarden Euro (ein Drittel aller Krankheitskosten). Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zum größten Teil ernährungs-mitbedingt und daher über Ernährungs-, Bewegungs- und Lebensstiländerungen positiv zu beeinflussen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Das niederschwellige, interdisziplinäre Beratungsinstrument „OPTIMAHL 60plus“ (Schablone) zur selbstständigen Verhaltensmodifikation der Ernährung sowie der Bewegung für ältere Menschen hat zum Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsprofil zu optimieren und Lebensqualität und Eigenständigkeit möglichst lange zu erhalten. Zielgruppe sind Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren aus Stadtteilen mit einem hohen Anteil von sozial benachteiligten Menschen und Personen mit Migrationshintergrund. Des Weiteren erhalten Hausärzte und ambulante Hilfen wie Pflegedienste die Möglichkeit einer frühzeitigen und partizipativen Entscheidungsfindung. Auf diesem Wege wird lebensstilbedingten Erkrankungen vorgebeugt und Ressourcen für eine eigenständige, gesundheitsbezogene Lebensführung aktiviert.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Hochbetagte (ab 80)
  • Menschen im höheren erwerbsfähigen Alter (51-65)
  • ältere Menschen (66-79)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft
  • Verein / Kirchengemeinde
  • sonstige: Wohnen mit Service Einrichtungen

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Zugangswege
  • Zusammenstellung für die Praxis

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Beratung / Coaching / Hausbesuche
  • Informationsveranstaltungen
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Intermediäre Verhaltenparameter
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Die Interventionsstudie beinhaltet die partizipative Entwicklung der Beratungshilfe „OPTIMAHL 60plus“ mit den älteren Menschen (Fokusgruppengespräche) sowie die Evaluation des Präventionsprogramms [Interventions- und Kontrollgruppen]. Es werden Ernährung und Bewegung sowie Aufenthaltsdauer im Freien zu drei Messzeitpunkten erhoben: Prämessung (T0), nach 3 Monaten Intervention Postmessung (T1) und 6-Monats-Follow-up (T2). Die Akzeptanz des Instrumentes wird bei den Akteuren (älteren Menschen, dem möglichen Pflegedienst und den Hausärzten) nach der Interventionsphase erhoben.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Erwartet wird, dass der Anteilswert für positive Verhaltensänderung in der Kontrollgruppe bei etwa 5% liegt. Bei einem vorgegebenen multiplen Signifikanzniveau von ( = 5% soll eine Verbesserung im Verhalten durch die Intervention auf 15% mit einer Power von 80% (( = 20%) entdeckt werden können.

Erste Ergebnisse können auf der Webseite des BIPS eingesehen werden:

www.bips.uni-bremen.de/projekt_optimahl.php

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Die Anwendung der Beratungshilfe in der Praxis wird dazu beitragen, die Selbstständigkeit und Gesundheit älterer Menschen zu unterstützen. Für die aktive Unterstützung und den Einsatz durch Pflegedienst und Hausärzte werden differenzierte Transfermaßnahmen durch das BIPS und die Kooperationspartner realisiert.

Liste zuklappenPublikationen

Dreas, Jessica; Böckmann, Melanie; Keimer, Katharina (2009) OPTIMAHL 60 plus. Besser essen und leben im Alter. Die Entwicklung und Erprobung einer Beratungshilfe zur Optimierung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens bei Menschen über 60 Jahre. Ernährung und Medizin; 24:119-122

Hassel, Holger; Schulte, Birgid; Keimer, Katharina Maria (in press). Participatory development of an instrument for the elderly for an autonomous optimisation of their nutrition and physical activity profile. Health Education Journal

Keimer, Katharina Maria; Dreas, Jessica; Hassel, Holger (in press). Recruiting elderly with a migration and/ or low socio-economic status in the intervention study Optima(h)l 60plus. Journal of Primary Prevention

Keimer, Katharina Maria; Dreas, Jessica Anna; Buck, Christoph (submitted). Evaluation of a self-regulatory counseling aid – pre- and post intervention results of the study OPTIMAHL 60plus. American Journal of Health Promotion

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

In der Studie wurde eine Beratungshilfe, die die Bereiche

Gemüse und Obst,
Milch und Milchprodukte,
Fisch und
Bewegung

abdeckt entwickelt.

Zudem wurden Kochrezepte und Informationsmaterialien, passend zu den oben genannten Bereichen, für die Kontrollgruppe entworfen.

Links

Webseite des koordinierenden Instituts (BIPS):

www.bips.uni-bremen.de

Projekt-Webseite:

http://www.bips.uni-bremen.de/projekt_optimahl.php

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