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Primärprävention von sturzbedingten Hüftfrakturen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Bayern

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0702/17/18

laufende Projektnummer

35

Kurzbeschreibung

Das Ziel ist die Evaluation eines landesweit angelegten Programms zur Prävention von Stürzen und sturzbedingten Hüftfrakturen bei PflegeheimbewohnerInnen. Bis zum Jahr 2010 sollen ca. 1000 Pflegeheime in Bayern in ein Projekt zur Sturz- und Frakturprävention eingeschlossen werden. Das Programm umfasst die Einführung eines evidenzbasierten Trainingsprogramms, Maßnahmen der Umgebungsanpassung, die Schulung von Mitarbeitern im Risikomanagement sturzgefährdeter Personen und die Empfehlung zur Nutzung von Hüftprotektoren. Das Programm wurde von Mitarbeitern der Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung, Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, entwickelt. Primärer Endpunkt ist das Auftreten hüftnaher Frakturen. Außerdem wird das Programm gesundheitsökonomisch evaluiert. Als Datenquellen dienen Routinedaten der AOK Bayern und zusätzliche Erhebungen in den Pflegeheimen. Bisher ist unklar, ob Sturzpräventionsprogramme zur Reduktion von Hüftfrakturen beitragen können. Die Evaluation des Projekts wird zu dieser Fragestellung einen wichtigen Beitrag liefern.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH

Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
PD Dr. Clemens Becker (Design und Durchführung)
Auerbachstr. 112
70376 Stuttgart
E-Mail: clemens.becker@rbk.de


Universität Ulm

Institut für Epidemiologie
Prof. Stephan Weiland

Institut für Epidemiologie
Dr. Jochen Klenk


Universität Leipzig

Professur für Gesundheitsökonomie, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Prof. Hans-Helmut König (gesundheitsökonom. Analyse)
Liebigstraße 26
04103 Leipzig
Telefon: 0341-9724560
Fax: 0341-9724569
E-Mail: hans-helmut.könig@medizin.uni-leipzig.de


Robert-Bosch-Krankenhaus

Klinik für geriatrische Rehabilitation
Dr. Kilian Rapp, MPH (Durchführung und Evaluation)
Auerbachstraße 110
70376 Stuttgart
E-Mail: kilian.rapp@rbk.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Oktober 2007 Ende / geplantes Ende: Juli 2010 BMBF-Förderphase 3

Liste zuklappenPraxispartner

AOK Bayern | Ralf Brum

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Sozialversicherung (z.B. Krankenkasse, Unfallkasse)

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Bayern

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Unfall / Sturzprophylaxe

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Sturzbedingte Frakturen haben einen großen Einfluss auf Morbidität, Mortalität und Funktionalität alter Menschen. Besonders hoch ist die Frakturrate bei PflegeheimbewohnerInnen. Deshalb wurden in der Vergangenheit verschiedene Maßnahmen zur Prävention von Stürzen in Pflegeheimen entwickelt und evaluiert. Eine Reduktion von Frakturen aufgrund von Sturzpräventionsmaßnahmen konnte allerdings bisher noch nicht gezeigt werden.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Das geplante Projekt soll nun die Evaluation eines landesweit angelegten Programms zur Prävention von Stürzen und sturzbedingten Hüftfrakturen bei PflegeheimbewohnerInnen durchführen. Außerdem soll eine gesundheitsökonomische Evaluation der Sturz- und Frakturpräventionsmaßnahmen und eine Subanalyse zur Teilnahmerate am Kraft- und Balancetraining, einer Komponente des Interventionsprogramms, durchgeführt werden.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Hochbetagte (ab 80)
  • ältere Menschen (66-79)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Pflegeheim

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Schulung / Kurs / Training
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe
  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Analyse von Sekundärdaten

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Morbidität
  • Versorgungsdaten
  • Zugangswege
  • Direkte/indirekte Kosten

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

In Bayern werden jährlich etwa 250 Pflegeheime ein Programm zur Prävention von Stürzen und Frakturen erhalten. Insgesamt sollen ca. 1000 Pflegeheime mit 85.000 BewohnerInnen vom Programm erreicht werden. Das Präventionsprogramm wird von der AOK Bayern finanziert und von den Antragstellern wissenschaftlich begleitet. Das Präventionsprogramm umfasst die Einführung eines evidenzbasierten Trainingsprogramms, gezielte Maßnahmen der Umgebungsanpassung, die systematische Schulung von Mitarbeitern im Risikomanagement sturzgefährdeter Personen und der Empfehlung zur Nutzung von Hüftprotektoren. Als primäre Zielvariable dient das Neuauftreten einer hüftnahen Fraktur. Als sekundäre Zielvariablen werden die Kosten des Präventionsprogramms und der Hüftfrakturen ermittelt. Außerdem wird die Partizipationsrate am Trainings-Programm in Abhängigkeit vom Geschlecht, Migrationshintergrund und sozioökonomischen Status auf aggregierter Ebene untersucht. Als Datenquellen dienen Routinedaten der AOK Bayern und Erhebungen in den Pflegeheimen. Als Kontrollgruppe dienen alle Heime, die während des Beobachtungszeitraums noch nicht ins Präventionsprogramm aufgenommen wurden. Die Analyse erfolgt mit multivariaten Auswertungsverfahren.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Erhebungsinstrumente wurden entwickelt und befinden sich nun in der Pilotierungsphase. Außerdem wurden bereits Daten in der erwünschten Struktur in einem Probedurchgang vom Datenzentrum der AOK Bayern ausgelesen. Es wird erwartet, dass durch das Programm das Auftreten hüftnaher Frakturen reduziert und insgesamt Kosten eingespart werden können.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Das Sturzpräventionsprogramm soll auch in anderen Bundesländern zum Einsatz kommen.Es ist deshalb wichtig, die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem geförderten Projekt dafürzu nutzen, um ggf. Modifikationen am Programm vornehmen zu können.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Öffentlich zugängliche Informationen über Web unter: http://www.aktivinjedemalter.de/cms/website.php

Newsletter verfügbar über http://www.aktivinjedemalter.de/cms/website.php oder http://www.aok-gesundheitspartner.de/by/pflege/sturzpraevention/

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