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Langzeit-Evaluation des Präventionsprogramms Lenzgesund und Transferpotential eines innovativen Evaluationsinstruments zur Messung von Strukturbildung (Capacity Building)

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0812

laufende Projektnummer

63

Kurzbeschreibung

Ziel ist die Langzeit-Evaluation eines komplexen sozialräumlichen Präventionsprogramms für Kinder und Jugendliche in einem benachteiligten Quartier sowie die Erprobung und Bewertung des Transfer-Potenzials von Evaluationsmethoden. Der Praxisteil wird vom Gesundheitsamt durchgeführt. Das als intermediärer Erfolgsparameter entwickelte Erhebungsinstrument für „Strukturbildung“ (Capacity Building) soll in anderen Quartieren erprobt und weiterentwickelt werden. Zudem werden weitere Indikatoren der kleinräumigen Gesundheitsberichterstattung zur Situationsanalyse sowie zur Prozess- und Ergebniskontrolle überprüft. Das Forschungsprojekt ist als Längsschnittstudie angelegt und basiert auf einem Mix von quantitativen und qualitativen Methoden. Die praxisorientierte Ergebnisbewertung umfasst die Entwicklung von Handlungshilfen für Interventionen, Evaluation und Monitoring partizipativer Gesundheitsförderung in benachteiligten Quartieren. Die wissenschaftliche Ergebnisverwertung enthält die Transfererfahrungen des Erhebungsinstrumentes zur Messung von Strukturbildung sowie die Weiterentwicklung eines Konzeptes kleinräumiger Gesundheitsberichterstattung.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut für Medizin-Soziologie
Prof. Alf Trojan

Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut für Medizin-Soziologie
Waldemar Süß
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: 040 74 10 5 20 96
Fax: 040 74 10 5 49 34
E-Mail: suess@uke.uni-hamburg.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: März 2009 Ende / geplantes Ende: Dezember 2012 BMBF-Förderphase 4

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Hamburg

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Psyche / Stress
  • Gewaltprävention
  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Übergewicht / Adipositas
  • Mundgesundheit
  • Soziale Kompetenz
  • Sonstiges: quartiersorientiertes Präventionsprogramm mit 7 Handlungsfeldern

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

siehe Vorläufer-Projekt mit dem Titel: Strukturbildung (Capacity Building) für Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Eltern in einem benachteiligten Quartier. Handlungskonzept, Methodenentwicklung und Evaluation des Programms
(FKZ: 01 EL 0414)

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Im Rahmen der vom BMBF geförderten Präventionsforschung gibt es nun ein anschließendes Forschungsprojekt mit dem Titel „Langzeit-Evaluation des Präventionsprogramms „Lenzgesund“ und Transferpotential eines innovativen Evaluationsinstrumentes zur Messung von Strukturbildung („Capacitiy Building“) - Entwicklung von Handlungshilfen für Interventionen, Evaluation und Monitoring partizipativer Gesundheitsförderung in benachteiligten Quartieren“. Dieses Projekt hat eine Laufzeit vom März 2009 bis zum Februar 2012. Im Rahmen der Langzeitevaluation werden folgende 5 Hauptziele verfolg:

  • Konzeptevaluation: Evaluation des gesamten Präventionskonzepts „Lenzgesund“ (Ziel 1)
  • Prozessevaluation: Evaluation von Einzelinterventionen in verschiedenen Handlungsfeldern des Programms (Ziel 2)
  • Prozess- und Strukturevaluation: Akteursbewertungen der Kapazitätsentwicklung im Quartier (KEQ) (Ziel 3)
  • quantitative Ergebnisevalution: kleinräumige GBE mit sekundärstatistischen Daten (Ziel 4)
  • partizipative, qualitative Evaluationsansätze (im Wesentlichen durch Nutzerbewertungen in unterschiedlichen Formen) (Ziel 5)

Die dargestellten Ziele richten sich einerseits auf Wirksamkeit und Qualität der Präventionsmaßnahmen und andererseits auf die Entwicklung einer geeigneten Evaluationsmethodik. Es wird möglich sein, eine fast zehnjährige Phase quartiersorientierter Prävention zu evaluieren, da das Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel bereits 2001 mit ersten gesundheitsförderlichen Aktivitäten begonnen hat.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Grundschüler und -schülerinnen (6-10)
  • Jugendliche und junge Erwachsene (15-25)
  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)
  • Menschen im mittleren erwerbsfähigen Alter (26-50)
  • Schülerinnen und Schüler (11-14)
  • Säuglinge (0-1)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen
  • Professionelle als Multiplikatoren
  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Entwicklung und/oder Optimierung von Qualitätssicherung
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Identifikation von Zielgruppen
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege
  • Zusammenstellung für die Praxis

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Beratung / Coaching / Hausbesuche
  • Management-/Organisationsbezogene Intervention
  • Schulung / Kurs / Training
  • Sonstige verhältnisbezogene Maßnahmen

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie
    • Ökologische Studie

verwendete Methoden

  • Dokumentenanalyse
  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Experteninterview, Leitfrageninterview, Beobachtung
  • Analyse von Sekundärdaten

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Morbidität, Mortalität
  • Kompetenz / Empowerment
  • Strukturbildung
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

siehe Publikationen

Liste zuklappenPublikationen

http://www.uke.de/institute/medizin-soziologie/ > Forschung > Gesundheitsförderung

Ausgewählte Publikationen

Kohler, S. / Mossakowski, K. / Süß, W. / Nickel, S. / Trojan, A. (Hrsg.) 2007: Beiträge zur Quartiersdiagnose. Kindergesundheit in der Lenzsiedlung. Eigenverlag: Hamburg

Mossakowski, K. / Nickel, S. / Schäfer, I. / Süß, W. / Trojan, A. / Werner, S. (Hrsg.) 2006: "Quartiersdiagnose Lenzgesund - mehr Gesundheit ins Quartier! Daten und Ansätze zur Gesundheitsförderung in der Lenzsiedlung in Hamburg-Eimsbüttel", Eigenverlag: Hamburg

Mossakowski, K. / Süß, W. 2010: Öffentliche Gesundheitsförderung im sozialräumlichen Kontext und quartiersbezogene Prävention. In: Göpel, E./ Gesundheitsakademie e.V. (Hrsg.): Nachhaltige Gesundheitsförderung. Gesundheit gemeinsam gestalten – Band 4. Mabuse-Verlag: Frankfurt. Seite 258ff

Mossakowski, K. / Süß, W. 2009: „Daten für Taten“: Kommunale Gesundheitsberichterstattung als Planungsgrundlage für Prävention und Gesundheitsförderung. In: Kolip, P. / Müller, Veronika E. (Hrsg.): Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Verlag Hans Huber: Bern. Seite 23ff

Nickel, S. / Trojan, A. 2009: Zur Messung von Kapazitätsentwicklung im Quartier: Konzepte, Methode, Erfahrungen. In: Kolip, P. / Müller, Veronika E. (Hrsg.): Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Verlag Hans Huber: Bern. Seite 279ff

Trojan A, Süß W, Lorentz C, Nickel S, Wolf K (Hg.) (2013)
Quartiersbezogene Gesundheitsförderung. Umsetzung und Evaluation eines
integrierten lebensweltbezogenen Handlungsansatzes. Weinheim: Beltz Juventa

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

siehe Publikationen

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