Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kreisdiagramm mit Pfeilen

Logo KNP

Seiteninhalt

Projekt-Detailansicht

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Strukturbildung (Capacity Building) für Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Eltern in einem benachteiligten Quartier. Handlungskonzept, Methodenentwicklung und Evaluation des Programms `Lenzgesund´

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0414

laufende Projektnummer

14

Kurzbeschreibung

Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines systematischen Präventionsprogramms für Kinder/Jugendliche in einem benachteiligten Quartier. Der Praxisteil wird vom Gesundheitsamt durchgeführt. Es wird ein Erhebungsinstrument für "Strukturbildung" (Capacity Building) als intermediärer Erfolgsparameter operationalisiert und angewandt. Zudem werden Indikatoren für Gesundheitsberichterstattung ermittelt und auf den Nutzen für Prozess- und Ergebniskontrolle im Sinne des Qualitätsmonitoring überprüft. Das Interventions- und Evaluationssetting des Forschungsprojektes gliedert sich in 3 Phasen: Diagnosephase, Umsetzungsphase u. Zwischenbilanzphase (11 Arbeitspakete, quantitative und qualitative Methoden). Die praxisorientierte Ergebnisverwertung umfasst die Evaluation eines partizipativen Handlungskonzeptes, das sich auf andere benachteiligte Quartiere übertragen lassen soll. Die wissenschaftliche Ergebnisverwertung enthält die Entwicklung des Instrumentariums zur Messung von Strukturbildung sowie die Erprobung eines Konzepts kleinräumiger Gesundheitsberichterstattung. Das Instrumentarium eignet sich besonders zum Transfer, da es bisher in Deutschland kaum gezielt angewendet wurde.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut für Medizin-Soziologie
Prof. Alf Trojan

Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut für Medizin-Soziologie
Waldemar Süß
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Telefon: 040 74 10 5 20 96
Fax: 040 74 10 5 49 34
E-Mail: suess@uke.uni-hamburg.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Mai 2005 Ende / geplantes Ende: Februar 2009 BMBF-Förderphase 1

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Hamburg

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Mundgesundheit
  • Soziale Kompetenz
  • Sonstiges: quartiersorientiertes Präventionsprogramm mit 9 Handlungsfeldern

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Der Praxispartner des Instituts für Medizin-Soziologie ist der Öffentliche Gesundheitsdienst im Hamburger Bezirk Eimsbüttel. Das dortige Gesundheitsamt hat für das benachteiligte Quartier „Lenzsiedlung“ ein Präventionsprogramm erarbeitet, das derzeit mit dem „Runden Tisch Lenzgesund“ umgesetzt wird. Kernstück des entwickelten Handlungskonzeptes bzw. Präventionsprogramms ist die Organisation und Koordinierung vernetzter Hilfen rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre mit dem Ziel, die gesundheitliche Lage unter aktiver Beteiligung der Bewohnerschaft im Quartier zu verbessern. Für den Prozess der Entwicklung, Erprobung und Umsetzung dieses dynamischen Handlungskonzeptes hat das Institut für Medizin-Soziologie die Begleitforschung übernommen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

  • Entwicklung und Erprobung einer Evaluationsmethodik für settingbezogene Prävention/ Gesundheitsförderung in Hinblick auf „Capacity Building“ (Strukturbildung/Kapazitätsentwicklung)
  • Entwicklung einer quartiersbezogenen Gesundheitsberichterstattung (GBE) im Hinblick auf Situationsanalyse sowie Nutzung für Prozess- und Ergebniskontrolle

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Grundschüler und -schülerinnen (6-10)
  • Jugendliche und junge Erwachsene (15-25)
  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)
  • Menschen im mittleren erwerbsfähigen Alter (26-50)
  • Schülerinnen und Schüler (11-14)
  • Säuglinge (0-1)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen
  • Professionelle als Multiplikatoren
  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Entwicklung und/oder Optimierung von Qualitätssicherung
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Identifikation von Zielgruppen
  • Sonstiges: Entwicklung einer quartiersbezogenen Gesundheitsberichtserstattung
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege
  • Zusammenstellung für die Praxis

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Sonstige verhältnisbezogene Maßnahmen

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Ohne Kontrollgruppe
  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie
    • Ökologische Studie

verwendete Methoden

  • Dokumentenanalyse
  • Quantitative Methode
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Experteninterview, Leitfrageninterview, Beobachtung
  • Analyse von Sekundärdaten

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Morbidität, Mortalität
  • Kompetenz / Empowerment
  • Versorgungsdaten
  • Strukturbildung
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Das Wissenschaft-Praxis-Projekt umfasst ein in drei Phasen gegliedertes und durch elf Arbeitspakete strukturiertes Arbeitsprogramm, das auf einem Mix von quantitativen und qualitativen Methoden basiert. Neben der Nutzung von Sekundärdaten sind Primärerhebungen wie die Expertenbefragung anhand des nach kanadischem Vorbild projektintern entwickelten Instruments „Kapazitätsentwicklung im Quartier“ (KEQ) sowie die Befragung der Bewohnerschaft zentral.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Zur Evaluation und Weiterentwicklung des Handlungskonzeptes hat das Forschungsprojekt 2006 eine „Quartiersdiagnose“ erstellt, die anhand verschiedener Erhebungen und Analysen die gesundheitliche Situation der Bewohnerschaft (kleinräumige GBE) beschreibt und die Strukturen und Kapazitäten für Gesundheitsförderung und Prävention (KEQ) abbildet. Eine Fortschreibung der Quartiersdiagnose erfolgte 2007 mit den „Beiträgen zur Quartiersdiagnose“, in deren Mittelpunkt die gesundheitliche Lage der Kinder aus Expertensicht und die Versorgungssituation im Quartier stehen. Die methodischen Probleme (z.B. Fallzahlen, Datenschutz) erfordern ein mehrdimensionales Vorgehen im Sinne der Methodentriangulation. Der komplexe Ansatz der „Quartiersdiagnose“ stellt einen Schritt in diese Richtung dar und dient professionellen Akteuren als wissenschaftliche Grundlage für ein rational begründetes gesundheitsförderndes Handeln im Setting. Weitere Ergebnisse werden 2008 im Rahmen der Evaluation von Einzelprojekten (Ermittlung von Zugangsbarrieren) sowie einer Wiederholungsbefragung mit dem Instrument „KEQ“ erwartet.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Für den Praxistransfer sollte vor allem auf die bereits bestehenden Institutionen und Strukturen zurückgegriffen werden, um eine schnelle und wirksame Transferierung von Teilergebnissen und innovativen Ansätzen zu gewährleisten.

Liste zuklappenPublikationen

siehe Internetseite des Instituts für Medizinische Soziologie, UKE

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

siehe Publikationen

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung