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Optimierung des bundesweiten Kinderfrüherkennungsprogramms - modellhafte Evaluation der Funktion und Wirksamkeit von Elternmaterialien

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0409

laufende Projektnummer

1

Kurzbeschreibung

Das Präventionsprogramm "Elternmaterialien" ist als Primärprävention für Kinder ab der Geburt angelegt, spricht die Zielgruppe der jungen Eltern an und soll künftig alle Eltern in der Bundesrepublik Deutschland erreichen. Das Programm bietet Printmedien in Kopplung mit dem persönlichen Beratungsgespräch beim Kinderarzt. Auf der Ebene der Methodenentwicklung zielt das Projekt auf die Entwicklung und Validierung von generischen Instrumenten zur Messung des Gebrauchswerts von Aufklärungsmedien und zur Qualitätssicherung der kinderärztlichen Beratungsgespräche ab. Die formative Evaluation prüft modellhaft in zwei Vergleichsregionen die Effekte des Programms in einer kontrollierten, randomisierten Studie. Im Längsschnitt werden 3000 Elternpaare ab Geburt des Kindes für 12 Monate zu 4 Zeitpunkten zum Umgang mit den Elternmaterialien befragt. Parallel findet querschnittlich eine Analyse der Eltern-Arzt-Interaktion bei 50 Kinderärzten statt. Das Vorhaben kann zur Optimierung der Kinderfrüherkennung beitragen. Die Evaluation wird Voraussetzung für dessen bundesweite Implementation und ein Instrumentarium zum Gebrauchswert von Printmedien und zur Qualität der kinderärztlichen Beratung liefern.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Dr. Silke Pawils, Prof. Dr. Dr. Uwe Koch
Martinistr. 52
20251 Hamburg
Telefon: 040-7410-53995
Fax: 040-7410-54940
E-Mail: s.pawils@uke.de

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: April 2005 Ende / geplantes Ende: Juni 2008 BMBF-Förderphase 1

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Impfen

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Das Präventionsprogramm "Eltern-Ordner im Rahmen des Kinderfrüherkennungsprogramms" ist als Primärprävention für Kinder ab der Geburt angelegt, spricht die Zielgruppe der jungen Eltern an und soll künftig - wie das bisherige sog. „Gelbe Kinderuntersuchungsheft “des Früherkennungsprogramms - alle Eltern in Deutschland erreichen. Die BZgA hat das Konzept des Eltern-Ordners im Auftrag des BMG in Abstimmung mit den pädiatrischen Fachgesellschaften, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung entwickelt und dem Bundesausschuss der Ärzte und
Krankenkassen vorgestellt. Die Inhalte wurden mit fachlicher Unterstützung einer Expertengruppe der Pädiatrie und Entwicklungspsychologie erarbeitet. Der Prototyp des Ordners wird einer formativen Evaluation vor bundesweiter Implementation unterzogen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Ziele des Eltern-Ordners und Prüfungsinhalt der Evaluation sind es, allen Eltern den Zugang zu relevantem Gesundheitswissen zu eröffnen, die Elternkompetenz in Fragen der gesunden kindlichen Entwicklung, der Früherkennung von Entwicklungsstörungen und der Prävention vermeidbarer Erkrankungen und Gesundheitsschäden zu stärken, das Arzt-Eltern-Gespräch im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen besser vorzubereiten und zu strukturieren.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)
  • Menschen im mittleren erwerbsfähigen Alter (26-50)
  • Säuglinge (0-1)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Trifft nicht zu

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • trifft nicht zu

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Zugangswege

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe
  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Experteninterview

gemessene Outcomes?

  • Kompetenz / Empowerment
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

An einer Bruttostichprobe von N=7004 Familien werden die Effekte des Eltern-Ordners in einer randomisierten Studie mit Kontrollgruppendesign in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Sachsen untersucht. Dabei werden die Vorteile einer Verlaufsuntersuchung [Ausgabe des Eltern-Ordners im Krankenhaus mit 1jähriger katamnestischer Befragung] mit einer querschnittlichen Untersuchung verbunden [Ausgabe des Eltern-Ordners vor einer U3 bis U9 in Kinderarztpraxen]. Zusätzlich spiegelt die Expertenbefragung mit rund N=260 Kinderärzten, Hebammen, Pflegenden und Berufsverbänden deren Bewertung des Eltern-Ordners wider. Durch Ausgabe eines "türkischen Eltern-Ordners" wird dessen Gebrauchswert in der größten Migrantengruppe anhand von N=60 türkischen Eltern geprüft. Parallel werden Aussagen zu Ost-West-Unterschieden, Informations-verhalten junger Ersteltern und deren Präventionswissen möglich sein.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Die Aussagen von n=1615 Eltern zum Gebrauchswert des Ordners und/oder zum Gesundheits- und Informationsverhalten liegen vollständig vor und werden schichtspezifisch im varianzanalytischen Design analysiert. Grundsätzlich zeigt sich, dass der Eltern-Ordner von allen Eltern – gleich welchem Sozialstatus - mit Interesse aufgenommen und bearbeitet wird, besonders bei der Ausgabe im Krankenhaus und besonders das enthaltene Eltern-Heft. Die Eltern - aller Schichten - sind besonders an Informationen zur U-Untersuchung: Inhalte, Abläufe und Hintergründe interessiert, da diese nicht aus anderen Quellen in der Form abrufbar
sind. Unterschichteltern suchen Infos jedoch signifikant weniger aus eigenem Antrieb nach, beurteilen aber den Erhalt der „Eltern-Ordner“ positiv.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Die Evaluation stellt einen Meilenstein im nunmehr 8-jährigen Entwicklungsprozess des Präventionsprogramms "Eltern-Ordner" dar und ist wesentliche Voraussetzung für dessen bundesweite Implementierung. Empfehlungen zur Umsetzung in der Praxis beziehen sich seitens der Evaluationsergebnisse primär auf einen geringeren Umfang, eine Trennung zwischen dem "Eltern-Heft zu den U-Untersuchungen" und den "Eltern-Informationsheften zur gesunden Entwicklung“. Das Eltern-Heft zu den U-Untersuchungen sollte bereits ab Geburt mit dem "gelben Kinderuntersuchungsheft" ausgegeben werden, da diese Informationen an keiner anderen Stelle für die Eltern verfügbar sind und als besonders relevant von allen Eltern - gleich welchem Sozialstatus - bewertet werden.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Faltblatt zum Elternordner

Informationsblatt zum Elternordner

Links

www.kindergesundheit-info.de

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung