Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Kreisdiagramm mit Pfeilen

Logo KNP

Seiteninhalt

Mehr als gewohnt -
Stadtteile machen sich stark für die Gesundheitsförderung

Das Projekt „Mehr als gewohnt: Stadtteile machen sich stark für Gesundheitsförderung“ hat erfolgreich dazu beigetragen, dass Strategien, Strukturen sowie Projekte der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung aufgebaut, weiterentwickelt und evaluiert wurden. Dies gelang mit wissenschaftlicher Unterstützung des Deutschen Instituts für Urbanistik sowie dem personellen und finanziellen Engagement verschiedener kommunaler Akteure sowie von Krankenkassen(verbänden). Beteiligt waren die Städte Fürth/Bayern, Halle/Saale, Hamburg sowie die Techniker Krankenkasse, der BKK Bundesverband und die BKK Landesverbände Bayern, NORD und Ost).

Die Ergebnisse des Projekts wurden praxisnah und anwendungsbezogen in einer Arbeitshilfe aufbereitet. Diese bietet Kommunen und Krankenkassen(verbänden) sowie Quartiermanagern zahlreiche Hilfestellungen und Ansätze, wie das Setting Stadtteil/Kommune weiterentwickelt, wie gesundheitsfördernde Stadtteilentwicklung unter Beteiligung von Krankenkassen und anderen Gesundheitsakteuren und, mit Blick auf die Wissenschaft, qualitätsgesichert weiterentwickelt und evaluiert werden kann. In besonderem Fokus stehen dabei sozial benachteiligte Stadtteile, in denen die Gesundheitsbelastungen insbesondere für Kinder und Jugendliche überdurchschnittlich hoch sind. Hierbei hat sich als ausgesprochen zielführend und förderlich erwiesen, dass der Setting-Ansatz für Stadtteile mit den Verfahren der Stadtteilentwicklung, die sich insbesondere bei der Umsetzung des Städtebauförderungsprogramms „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt“ (kurz: Soziale Stadt) bewährt haben, verbunden wurde.

„Mehr als gewohnt“ wurde im Juli 2009 abgeschlossen. In Fürth-Innenstadt, einer der drei im Projekt bearbeiteten Fallstudien, wird die Umsetzung und Steuerung des Setting-Ansatzes zur Gesundheitsförderung im Rahmen integrierter Stadtteilentwicklung auch nach Ende der Projektlaufzeit erfolgreich weiter betrieben. Hierbei werden vorhandene Strukturen und Instrumente der Programmumsetzung Soziale Stadt  (z.B. Steuerungsrunde, Quartiermanagement, Integriertes Entwicklungskonzept) stärker als bislang für die Gesundheitsförderung genutzt. Zusätzlich werden neue Strukturen zur Koordinierung und Moderation von Gesundheitsförderungsprozessen (Geschäftsstelle Gesundheit) und Instrumente zur Finanzierung von Projekten zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen (Verfügungsfonds Gesundheit) aufgebaut. Die Geschäftsstelle Gesundheit ist beim lokalen Quartiermanagement angesiedelt und wurde während der Projektlaufzeit über den BKK Landesverband Bayern finanziert (Personal für ca. zehn Stunden pro Woche). Ihre Fortführung nach Projektende gelingt über eine Bündelung von Mitteln des BKK Landesverbandes Bayern, der Kommune und durch Stiftungsgelder. Für die Krankenkassen steht mit der Einrichtung der Geschäftsstelle eine Ansprechpartnerin zur Verfügung, die Programme und Projekte der Krankenkassen in den Stadtteil vermittelt sowie die Gelder des Verfügungsfonds verwaltet. Der Verfügungsfonds Gesundheit in Höhe von 10.000 Euro jährlich (Laufzeit 2008 bis 2011), der über die Techniker Krankenkasse finanziert wird, trägt zur Förderung von bislang ca. 25 Mikroprojekten bei, die sich auf gesunde Ernährung, Bewegungsförderung und andere Themen zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil richten. Ergänzende Projektmittel stellt die Kommune zur Verfügung, zudem werden Mittel aus dem Bund-Länder-Programm Soziale Stadt eingesetzt. In 2010 hat die Geschäftsstelle den 2. Platz der Internationalen Bodenseekonferenz für Gesundheitsförderung und Prävention 2010 erzielt. Positiv hervorgehoben wurde der erfolgreiche Aufbau einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit, die dazu beiträgt, dass Fachämter der Bereiche Stadtentwicklung, Gesundheit, Sport, Jugend, Soziales und Integration gemeinsam an der Weiterentwicklung einer gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung arbeiten. Weiterhin wurden wesentliche Projektergebnisse im aktuellen Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes (Setting Kommune / Stadtteil) aufgegriffen. Die im Projektverlauf entwickelten Qualitätskriterien werden somit in der Praxis erfolgreich angewendet und tragen zur Qualifizierung und Verstetigung der gesundheitsfördernden Stadtteilentwicklung bei. Der Praxistransfer verläuft damit ausgesprochen positiv. Die Ergebnisse eignen sich dafür, auf andere Stadtteile übertragen zu werden.


Literaturhinweise:


Ansprechpartnerinnen:

Gesamtprojekt/Begleitforschung

Dr. Bettina Reimann
Deutsches Institut für Urbanistik
Arbeitsbereich Stadtentwicklung, Recht und Soziales
Zimmerstraße 13-15
D-10969 Berlin
Tel:  +49 (0)30-39001191
reimann@difu.de

Geschäftsstelle Gesundheit

Eva Göttlein
Projektagentur Göttlein
Königswarterstr. 62
90762 Fürth
Tel: 0911-7565670
info@goettlein.de

Hier finden Sie weitere Informationen zu dem Projekt in der KNP-Datenbank.


Quelle: B. Reimann

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung