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Langzeit-Evaluation des
Präventionsprogramms „Lenzgesund“
und Transferpotential eines innovativen Evaluationsinstrumentes
zur Messung von Strukturbildung (Capacity Building)

Das Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel hat für das benachteiligte Quartier „Lenzsiedlung“ ein Präventionsprogramm erarbeitet, das zur Zeit mit dem „Runden Tisch Lenzgesund“ und anderen wichtigen Akteuren umgesetzt wird. Das Präventionsprogramm trägt den Titel „Lenzgesund - Vernetzte Hilfen rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre“ und startete nach verschiedensten Vorarbeiten (seit 2001) im Frühjahr 2005. Aktuell hat es sieben Handlungsfelder, in denen unterschiedliche innovative Maßnahmen, Aktivitäten und Projekte unternommen werden. Das Institut für Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat mit einem Wissenschaft-Praxis-Projekt im Rahmen des Förderschwerpunktes „Präventionsforschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Begleitforschung übernommen. In zwei zeitlich voneinander getrennten Phasen arbeiteten und arbeiten Gesundheitsamt und Hochschule im Rahmen des Forschungsprojektes zusammen (Community-Campus-Partnership). Die erste Phase dauerte von Mai 2005 bis Februar 2009 (FKZ: 01 EL 0414).  Die zweite Phase hat im März 2009 begonnen und endet voraussichtlich Ende Februar 2012 (FKZ: 01 EL 0812).

Das Forschungsprojekt verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele:

  1. die Entwicklung einer kleinräumigen quartiersbezogenen Gesundheitsberichterstattung für die Weiterentwicklung des lokalen Präventionsprogramms im Sinne des Public Health Action Cycles (Situationsanalyse, Evaluation) und
  2. die Gesamt-Evaluation des Programms im Hinblick auf seine Wirksamkeit durch die Anwendung des projektintern entwickelten Instrumentes „Kapazitätsentwicklung im Quartier (KEQ)“.

Angestrebt ist dabei die in diesem Falle ausnahmsweise modellhaft mögliche Langzeit-Evaluation eines sozial-räumlich angelegten Präventionsprogrammes in einem benachteiligten Stadtteil unter der Federführung des kommunalen Gesundheitsamts.

Mittlerweile liegen unterschiedliche Ergebnisse vor, die dem Steuerungs- und Koordinierungsgremium „Runder Tisch Lenzgesund“ zur Weiterentwicklung des Präventionsprogramms und seiner Umsetzung zur Verfügung gestellt und diskutiert wurden. Das Forschungsprojekt hat zwei Quartiersdiagnosen erstellt, die die gesundheitliche und soziale Situation in der Lenzsiedlung im Sinne einer kleinräumigen Gesundheitsberichterstattung beschreiben und die Strukturen und Kapazitäten für Gesundheitsförderung und Prävention abbilden. Die Quartiersdiagnosen liefern Daten aus unterschiedlichen methodischen Zugängen zum Quartier bestehend aus einem Mix von qualitativen und quantitativen Verfahren und Analysen. Gesundheitsamt und Hochschule arbeiten auch in der Konzeptentwicklung von innovativen Maßnahmen und deren Evaluation zusammen. Erste Ergebnisse der qualitativen Evaluation von Einzelinterventionen liegen bereits vor.

Durch die Zusammenarbeit von Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Institut für Medizinische Soziologie) im Sinne des Community-Campus-Partnerships kann gezeigt werden, dass diese erfolgreich in unterschiedlichen Bereichen und Handlungsfeldern durchgeführt und dynamisch entwickelt werden kann, beispielsweise:

In diesem Sonderfalle kann die bisherige Kooperation und ihre strukturelle Verankerung in unterschiedliche Stakeholder-Gremien als vorbildlich und modellhaft betrachtet werden.

Ausgewählte Publikationen:

Kohler, S. / Mossakowski, K. / Süß, W. / Nickel, S. / Trojan, A. (Hrsg.) 2007:
Beiträge zur Quartiersdiagnose. Kindergesundheit in der Lenzsiedlung. Eigenverlag: Hamburg

Mossakowski, K. / Nickel, S. / Schäfer, I. / Süß, W. / Trojan, A. / Werner, S. (Hrsg.) 2006: "Quartiersdiagnose Lenzgesund - mehr Gesundheit ins Quartier! Daten und Ansätze zur Gesundheitsförderung in der Lenzsiedlung in Hamburg-Eimsbüttel", Eigenverlag: Hamburg

Mossakowski, K. / Süß, W. 2010:
Öffentliche Gesundheitsförderung im sozialräumlichen Kontext und quartiersbezogene Prävention. In: Göpel, E.  / Gesundheitsakademie e.V. (Hrsg.): Nachhaltige Gesundheitsförderung. Gesundheit gemeinsam gestalten - Band 4. Mabuse-Verlag: Frankfurt. Seite 258ff

Mossakowski, K. / Süß, W. 2009:
„Daten für Taten“: Kommunale Gesundheitsberichterstattung als Planungsgrundlage für Prävention und Gesundheitsförderung. In: Kolip, P. / Müller, Veronika E. (Hrsg.): Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Verlag Hans Huber: Bern. Seite 23ff

Nickel, S. / Trojan, A. 2009: Zur Messung von Kapazitätsentwicklung im Quartier: Konzepte, Methode, Erfahrungen. In: Kolip, P. / Müller, Veronika E. (Hrsg.): Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Verlag Hans Huber: Bern. Seite 279ff

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation:

Kontakt
Dipl.Soz. Waldemar Süß
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Institut für Medizinische Soziologie, Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie
AG Gesundheitsförderung
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Tel.: 040 / 74 10 5 20 96
Fax: 040 / 74 10 5 49 34
E-mail: suess@uke.uni-hamburg.de

Ausführliche Informationen zu den beiden aufeinander aufbauenden Projekten Strukturbildung (Capacity Building) für Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern und Eltern in einem benachteiligten Quartier sowie Langzeit-Evaluation des Präventionsprogramms Lenzgesund und Transferpotential eines innovativen Evaluationsinstruments zur Messung von Strukturbildung (Capacity Building) sind in der KNP-Datenbank zu finden.


Quelle: W. Süß

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