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Primärprävention in der Interaktion
zwischen Schülern und Lehrern

Die spezifische Situation der Berufspädagogen, die mit sozial benachteiligten Jugendlichen mit einhergehenden reduzierten Gesundheitschancen arbeiten müssen, wird in Präventions- und Gesundheitsförderungsprogrammen bisher noch unzureichend berücksichtigt. Gleiches gilt für die sozial benachteiligten Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz (arbeitslose Jugendliche) in den so genannten berufsvorbereitenden und berufsgrundbildenden Klassen Berufsbildender Schulen.

Im Rahmen des Projekts wurde ein interdisziplinäres modulares Programm u.a. als Leitliniensystem zu beanspruchungsspezifischen Maßnahmen für die primäre Verhältnis- und Verhaltensprävention insbesondere zu psychischen Fehlbelastungen und psychosomatischen Erkrankungen für das Setting Berufsschule entwickelt, erprobt und für mehrere Präventionsträger zur Umsetzung bereitgestellt. Dies erfolgte angesichts des hohen Frühverrentungsanteils aufgrund psychosomatischer und psychischer Diagnosen für Berufsschullehrer/innen in Kombination mit Gruppen von Schüler/innen Berufsbildender Schulen mit reduzierten Gesundheitschancen hinsichtlich psychosomatischer und psychischer Erkrankungen.

Seit dem Abschluss des Projektes (2008) steht u.a. eine Reihe von Modulen für die Nachnutzung durch interessierte Schulleitungen und Kollegien an Berufsbildenden Schulen zur Verfügung: Das Modul "Moderierte Kleingruppendiskussionen als Methode der Schulorganisationsentwicklung" (siehe Genz & Ritter-Lempp, 2008 sowie Hoffmann et al., 2008) bietet eine geeignete und gut strukturierte sowie Erfolg versprechende Möglichkeit, innerschulische Probleme kurz- und mittelfristig einer Lösung zuzuführen. Der Fokus ist beispielhaft auf das berufsvorbereitende Jahr gelegt, eine Übertragung in andere Bereiche der Berufsbildenden Schule ist ohne Schwierigkeiten möglich.

Aufgrund der besonderen Situation der betroffenen Jugendlichen und der dort eingebundenen Lehrkräfte stand der Bereich des berufsvorbereitenden Jahrs auch im Mittelpunkt der Entwicklung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen. Die folgenden Module greifen in diesen Bereich ein. Es wird zunächst die Spezifik der gesundheitlichen Situation benachteiligter Jugendlicher analysiert (siehe Nowak, Haufe & Scheuch, 2007). Daraus leiten sich wichtige und notwendige Ansatzmöglichkeiten für die Prävention ab, die daran anschließend dargelegt sind. Es werden Beispiele (mit den entsprechenden regionalen Ansprechpartnern) für die Gesundheitsförderung für Schüler (siehe Nowak et al., 2008) gegeben und ein Programm zum Training der sozialen Kompetenz (siehe Genz et al., 2008) bei diesen Jugendlichen angeboten.

Kontakt:
Dr. rer. medic. Eva Haufe
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
Tel.: 0351 3177-444
E-Mail: eva.haufe@mailbox.tu-dresden.de

Hier finden Sie weitere Informationen über das Projekt in der KNP-Datenbank.


Quelle: E. Haufe

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