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Evaluationstools für die Praxis
ernährungs- und bewegungsbezogener Prävention

Ernährungs- und bewegungsbezogene Interventionen haben in den vergangenen Jahren verstärkt Aufmerksamkeit erhalten, nicht zuletzt durch den von der Bundesregierung ausgerufenen nationalen Aktionsplan IN FORM. Dabei sind Anbieter und Projektverantwortliche von bewegungs- und ernährungsbezogenen Interventionen häufig daran interessiert, die Wirkung ihrer Angebote trotz knapper Ressourcen - sowohl zeitlich, als auch personell - zu evaluieren, ohne dass dieser Wunsch in der Regel mit einer wissenschaftlichen Begleitforschung verbunden werden kann.

Gerade diese an die Praxis angebundenen Evaluationen können dazu beitragen, Evidenz zu bevölkerungsbezogenen Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu schaffen. Im Hinblick auf Realisierbarkeit braucht es aber zunächst Ansätze, die eine Umsetzung von Evaluationen ermöglichen, indem sie zwischen wissenschaftlichem Anspruch und eher pragmatischer Herangehensweise vermitteln.

Ein solcher Ansatz findet sich auf der Internetseite www.evaluationstools.de, die im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkts „Präventionsforschung“ entwickelt und in der Begleitforschung der „Aktionsbündnisse Gesunde Lebensstile und Lebenswelten“ (BMG) erweitert wurde. Neben allgemeinen Informationen zum Thema Evaluation der Qualitätsdimensionen Planung, Struktur, Prozess und Ergebnis, werden exemplarisch Anforderungen an Evaluationsvorhaben dargestellt. Anhand konkreter Praxisbeispiele werden Umsetzungsmöglichkeiten und -varianten von Evaluationsvorhaben aufgezeigt. Das Herzstück der Seite bildet der Methodenkoffer, in dem mittlerweile 27 Evaluationsinstrumente für die Ergebnisevaluation zu finden sind. Dabei können die Instrumente - je nach Herangehensweise - nach Zielgruppe (Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Erwachsene und Ältere), Setting (Kindertagesstätte, Grundschule, Sekundarstufe und Stadtteil) oder thematischem Schwerpunkt (Ernährung und Bewegung) aufgerufen werden und sind mit den jeweiligen Hintergrundinformationen und Praxisbeispielen verknüpft.
Sind bereits wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem Instrument dokumentiert, werden diese in einem Steckbrief zusammengefasst. Daran kann ein allgemeiner Eindruck zu Umfang, Anwendbarkeit und Eignung des Instruments erworben werden. Falls verfügbar, werden Informationen zu wissenschaftlichen Gütekriterien (Validität und Reliabilität), dem theoretischen Hintergrund und ein Verweis auf das Instrument selbst bzw. die entsprechende Veröffentlichung gegeben.
Neben wissenschaftlichen Gütekriterien erfolgte die Auswahl der Instrumente für den Methodenkoffer anhand weiterer Merkmale: Die Fragebögen und Checklisten sollten u.a. einen möglichst überschaubaren Umfang haben und die in der Gesundheitsförderung häufig angesprochenen Settings und Zielgruppen abdecken.

Die Internetseite kann als ein Beitrag zum Empowerment von Praktikerinnen und Praktikern und den damit verbundenen Aufbau von Kompetenzen verstanden werden. Die Beschreibungen der Instrumente sollen es ermöglichen, ein geeignetes Instrument auszuwählen und in die Lage versetzen, kleinere Evaluationsstudien selbstständig durchzuführen.
Praktiker und Projektverantwortliche profitieren durch den Nachweis der Wirksamkeit ihrer Maßnahmen bei der Legitimierung des Projekts gegenüber (potentiellen) Geldgebern und - eine Darstellung der Ergebnisse vorausgesetzt - durch mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.

Kontakt
Prof. Dr. Petra Kolip
Universität Bielefeld
Fakultät für Gesundheitswissenschaften, AG4: Prävention und Gesundheitsförderung
Universitätsstr. 25
33615 Bielefeld
E-Mail: petra.kolip@uni-bielefeld.de
www.evaluationstools.de

Hier finden Sie weitere Informationen über das Projekt in der KNP-Projektdatenbank.


Quelle: A. Mühlbach

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