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SNAKE1
Stressmanagement für Jugendliche

Im Jugendalter stellen sich viele neue und veränderte Anforderungen, denen häufig noch unzureichend entwickelte Bewältigungsressourcen gegenüberstehen. Um Jugendlichen den Umgang mit Problemen zu erleichtern, wurde ein Stressbewältigungstraining für Jugendliche der 8. und 9. Klasse entwickelt (Beyer & Lohaus, 2006), das vorrangig im Schulsetting zum Einsatz gelangt. Das Stressmanagement-Programm ist modular aufgebaut und besteht aus einem Basismodul und drei möglichen Zusatzmodulen.

Im Basismodul wird den Jugendlichen ein Problemlöseansatz nahe gebracht. Nach diesem Ansatz sollen bei schwierigen Problemen zunächst überlegt werden, worin das Problem überhaupt besteht und welche Lösungsansätze es geben könnte. Dann folgen die Entscheidung für einen Lösungsansatz, seine Realisierung und die abschließende Bewertung. Die einzelnen Schritte werden anhand einer Problemlöseschlange erläutert. Das Programm heißt dementsprechend SNAKE (Stress Nicht Als Katastrophe Erleben).

Es werden drei mögliche Zusatzmodule angeboten, die für die Jugendlichen Ansatzpunkte bei der Suche nach Lösungen liefern. Im Zusatzmodul „Gedanken und Stress“ wird auf Möglichkeiten der kognitiven Umstrukturierung eingegangen, um eine positivere Sicht auf eigene Probleme zu erreichen. Im Zusatzmodul „Suche nach sozialer Unterstützung“ geht es darum, soziale Unterstützung bei Problemen zu mobilisieren. Im Zusatzmodul „Entspannung und Zeitmanagement“ geht es um die Vermittlung von Ruhe und Entspannung sowie Zeitmanagementtechniken zur Stressbewältigung. Das Basismodul kann mit jedem der drei Zusatzmodule kombiniert werden, wodurch sich ein Gesamtzeitrahmen von acht Doppelstunden (mit jeweils 90 Minuten) ergibt. Welches der drei Zusatzmodule zum Einsatz gelangt, hängt vom Bedarf und den Interessen der Jugendlichen ab.

In mehreren Evaluationsstudien zeigten sich deutliche Wissensverbesserungen, Veränderungen der Bewertung von stresserzeugenden Situationen und des Bewältigungsverhaltens sowie Reduktionen der Stresssymptomatik, die über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten stabil blieben (Beyer & Lohaus, 2006; Lohaus, Fridrici & Maass, 2009; Vierhaus, Maass, Fridrici & Lohaus, 2010).

Um das Interesse von Jugendlichen an einem Stressmanagement-Training zu erhöhen, wurde eine begleitende Internetseite (www.snake-training.de) aufgebaut, die zusätzliche Trainingsinhalte bietet und dabei auf eine Vielzahl von interaktiven Medieninhalten baut. In weiteren Evaluationsstudien konnte gezeigt werden, dass das begleitende Internetangebot nicht nur zu einem erhöhten Wissenszuwachs über Stress und Stressbewältigung führte, sondern dass auch die Trainingszufriedenheit deutlich zunahm (Fridrici & Lohaus, 2007; 2009). Es ließ sich dadurch belegen, dass die Präventionsangebote an Jugendliche attraktiv gestaltet sein sollten, was insbesondere die Nutzung aktueller Medien impliziert.

Literatur:

Beyer, A. & Lohaus, A. (2006). Stresspräventionstraining im Jugendalter. Göttingen: Hogrefe.

Fridrici, M. & Lohaus, A. (2007). Stressprävention für Jugendliche: Verbessert ein begleitendes e-Learning-Angebot die Effekte eines Trainingsprogramms? Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 15, 95-108.

Fridrici, M. & Lohaus, A. (2009). Stress prevention in secondary schools: Online versus face-to-face-training. Health Education, 109, 299-313.

Lohaus, A., Fridrici, M. & Maass, A. (2009). Stressprävention im Jugendalter: Effekte eines optimierten Trainingsprogramms mit Internetbegleitung. Zeitschrift für Gesundheitspsychologie, 17, 13-21.

Vierhaus, M., Maass, A., Fridrici, M. & Lohaus, A. (2010). Effects of a stress prevention program addressing adolescents in different phases of behaviour change. Educational Psychology, 30, 465-480.

Kontakt:

Prof. Dr. Arnold Lohaus
Universität Bielefeld, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Postfach 10 01 31
33 501 Bielefeld
Tel.: 0521 106-4515
Fax: 0521 106-6016
E-Mail: arnold.lohaus@uni-bielefeld.de

www.snake-training.de

Hier finden Sie weitere Informationen zu SNAKE in der KNP-Projektdatenbank


1 Stress Nicht Als Katastrophe Erleben


Quelle: A. Lohaus

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