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Projekt-Detailansicht

Aktivierende Gesundheitsförderung durch nachbarschaftliches Engagement im Stadtteil

Allgemeines

laufende Projektnummer

71

Kurzbeschreibung

Geplant ist die Umsetzung, Durchführung und Evaluation eines stadtteilbezogenen Interventionsprojekts, das über die Vernetzung vorhandener Akteure und Angebote sowie die Etablierung neuartiger Angebote einen Beitrag zur Gesundheitsförderung älterer Menschen leisten soll. Hauptansatzpunkt der Intervention ist dabei die Aktivierung und Nutzung von Potentialen und Ressourcen älterer Menschen auf der Basis nachbarschaftlichen Engagements. Im Fokus der Intervention sollen insbesondere sozial benachteiligte Ältere und Ältere mit Migrationshintergrund stehen.

Bei erfolgreichem Verlauf kann das Vorhaben als Modell für vergleichbare Interventionen an anderen Orten dienen. Die Ergebnisse der Evaluation können weiterhin Anhaltspunkte zu erleichternden und hemmenden Faktoren für die Durchführung derartiger Interventionsmaßnahmen und die Anpassung an verschiedene Settings und Zielgruppen geben.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften
Prof. Gesine Grande

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Mai 2009 Ende / geplantes Ende: April 2012

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Stiftungen: AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Sachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Prävention von chronischen Erkrankungen (z.B. KHK, Diabetes)
  • Soziale Kompetenz
  • Prävention von Pflegebedürftigkeit

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Das mit zunehmendem Alter steigende Risiko von chronischen Erkrankungen und Behinderung hat neben den körperlichen Problemlagen auch Auswirkungen auf die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen und führt zu psychosozialen Belastungen. Geringe soziale Integration und soziale Unterstützung wirken sich wiederum negativ auf den Gesundheitszustand aus. Dies gilt insbesondere für bisher durch Maßnahmen der Prävention schwer zu erreichende Bevölkerungsgruppen wie sozial Benachteiligte und Ältere mit Migrationshintergrund, für die spezifische Angebote nur in geringem Maße vorhanden sind und die häufig kaum über personale und soziale Ressourcen und Unterstützungsmöglichkeiten verfügen und gleichzeitig gesundheitlich stärker belastet sind. Für diese Bevölkerungsgruppen werden settingbezogene Ansätze als geeigneter im Hinblick auf die Erreichbarkeit der Zielgruppe und die Nachhaltigkeit angesehen. Die eingeschränkte Mobilität älterer Menschen legt es nahe, für die Gesundheitsförderung innerhalb des Stadtteils bzw. der Nachbarschaft anzusetzen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Hauptziele:

Eine Verbesserung der sozialen Teilhabe und Lebensqualität insbesondere von sozial benachteiligten Älteren und Älteren mit Migrationshintergrund soll erreicht werden. Damit sollen Bedingungen für die nachhaltige Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Lebensweise dieser Zielgruppen geschaffen werden.

Teilziele auf individueller Ebene:

  • Verbesserung der sozialen Teilhabe und Integration, Empowerment in Form einer Stärkung des Selbstwertgefühls, praktischer und sozialer Kompetenzen, erlebter Selbstwirksamkeit sowie Erhöhung der Investition in als sinnvoll erlebten Alltagsaktivitäten.
  • Verbesserung von Aufmerksamkeit, Einstellung und Motivation gegenüber gesundheitsrelevanten Themen (Ernährung, Bewegung, Vorsorgeuntersuchungen), höhere Beteiligung an gesundheitsrelevanten Aktivitäten und Verbesserung der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen
  • Verringerung der sozialen und gesundheitlichen Benachteiligung

Teilziele auf strukturbezogener Ebene:

  • Schaffung von Angeboten zur Förderung der sozialen Teilhabe von sozial benachteiligten Älteren und Älteren mit Migrationshintergrund
  • Reduktion von Zugangsbarrieren zu vorhandenen Angeboten
  • Verknüpfung sozialer Interventionen mit gesundheitsförderlichen Strategien
  • Etablierung positiver Modelle und Anreize für stärkere Partizipation von Senioren und die Umsetzung eines sozial engagierten und gesundheitsförderlichen Lebensstils

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Hochbetagte (ab 80)
  • Menschen im höheren erwerbsfähigen Alter (51-65)
  • ältere Menschen (66-79)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Professionelle als Multiplikatoren
  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Anreize
  • Beratung / Coaching / Hausbesuche
  • Informationsveranstaltungen
  • Schulung / Kurs / Training
  • Sonstige verhältnisbezogene Maßnahmen
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Ohne Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview), Beobachtung
  • Qualitative Methode: Leitfrageninterview

gemessene Outcomes?

  • Kompetenz / Empowerment
  • Strukturbildung
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Evaluation des Implementierungsprozesses:
1. Qualitätszirkel
Ziele:

  • Kontinuierliche Begleitung der Interventionen
  • Reflexion über Angemessenheit, Zugang zur Zielgruppe, Interventionsformen
  • Ggf. Modifikation der Interventionsprogramme und -strategien

TeilnehmerInnen:

  • VertreterInnen der Stadt, Akteure vor Ort (Vereine, Initiativen etc.)

Datenerhebung und -auswertung:

  • Dokumentation der Ergebnisse in Form eines Protokolls


2. Bedarfserhebungen
Ziele:

  • Feststellen von Bedarfen und Bedürfnissen aus Sicht der Adressatinnen
  • Partizipation der Zielgruppe
  • Mitbestimmung und -gestaltung bei Planung und Durchführung der Interventionen

TeilnehmerInnen:

  • sozial benachteiligte ältere Menschen und ältere Menschen mit Migrationshintergrund

Datenerhebung und -auswertung:

  • Erhebung durch mündliche Befragungen mittels standardisiertem Fragebogen

3. Dokumentation der einzelnen Interventionsmaßnahmen
Ziele:

  • Dokumentation der Verläufe aller Interventionen (Inhalte, Teilnahme, soziodemografische Daten…)
  • Kontrolle der konkreten Umsetzung des Interventionsprogrammes
  • Dokumentation der Veränderungen des ursprünglichen Konzeptes
  • Prüfung der Ansätze und Methoden hinsichtlich der Erreichbarkeit der Zielgruppe
  • Rückkopplung gewonnener Erkenntnisse und Verstärkung, Präzision, Modifizierung von Interventionen

TeilnehmerInnen:

  • Sozial benachteiligte ältere Menschen und ältere Menschen mit Migrationshintergrund

Datenerhebung und -auswertung:

  • Dokumentation durch Anbieter und/oder Projektmitarbeiter (Teilnehmerzahl, Dokumentation der Inhalte, soziodemografische Daten) mittels Beobachtungsbogen, Anwesenheitsliste und standardisierten Kurzfragebogen (in unterschiedlichen Sprachen)

Wirkungsanalyse

1. Befragung der Teilnehmer (individuellen Ebene)
Ziele:

  • Erhebung von Interventionseffekten auf die TeilnehmerInnen als Fallbeispiele

TeilnehmerInnen als Fallbeispiele:

  • TeilnehmerInnen der Angebote, welche regelmäßig die Angebote besuchen

Datenerhebung und -auswertung:

  • Erhebung durch halbstandardisierte Interviews zu zwei Messzeitpunkten (nach einem Jahr, nach zwei Jahren)

2. Befragung der Anbieter (strukturbezogene Ebene)
Ziele:

  • Erfassung gesundheitsbezogener Kooperationen und Angebote für Senioren im Stadtteil

TeilnehmerInnen:

  • Akteure/Anbieter aus dem Stadtteil

Datenerhebung und -auswertung:

  • Inhaltsanalyse von Gesprächsprotokollen hinsichtlich sozialer Interventionen für Senioren
  • Inhaltsanalyse der „Seniorenarbeit im Leipziger Osten - Möglichkeiten der Vernetzung“ hinsichtlich der Angebotsentwicklung für Senioren und der Akzeptanz

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