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Kommunale Freiräume für Bewegung zur Förderung der Gesundheit von Kindern: ein kommunales Konzept zur Verbesserung des Wohnumfeldes und der gesundheitlichen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0614

laufende Projektnummer

28

Kurzbeschreibung

Es soll geklärt werden, ob unter Beteiligung relevanter gesellschaftlicher Gruppen und politischer Entscheidungsträger die außerhäusliche räumliche Umgebung für 10-12-jährige Kinder und Jugendliche in ausgewählten Wohngebieten Göttingens und Münchens durch Schaffung zusätzlicher Bewegungsräume erschlossen und durch gesundheitsbezogene pädagogische Förderung von den Kindern verstärkt genutzt werden kann. Unter Beteiligung verschiedener Präventionsanbieter (kommunale Verwaltung, Schulen, Sportvereine, Elternvertreter) soll die Bereitstellung zusätzlicher und die Aufwertung bestehender Bewegungsräume im Wohnumfeld erreicht werden. Neue Kooperationsstrukturen bei den Präventionsanbietern sollen durch eine Vernetzung von kommunalen Institutionen und Bürgergruppen mit Die Ergebnisse der Studie (u.a. HBSC-Fragebogenerhebung) werden einem Evaluierungsverfahren unterzogen, publiziert, und in Form eines Leitfadens kommunalen Trägern vorgestellt.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Georg-August-Universität Göttingen

Bereich Humanmedizin -Zentrum Arbeits-, Sozial-, Umwelt- und Rechtsmedizin und Dermatologie, Allgemeine Hygiene und Umweltmedizin
Prof. Hartmut Dunkelberg (Projektleitung)

Institut für Sportwissenschaften, Sportpädagogische Abteilung
Prof. Dr. Jürgen Schröder


Büro für Umweltforschung, Stadt- und Regionalentwicklung

Dr.-Ing. Hans-Joachim Schemel

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Juni 2006 Ende / geplantes Ende: Dezember 2009 BMBF-Förderphase 2

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Bayern
  • Niedersachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Bewegung
  • Übergewicht / Adipositas
  • Soziale Kompetenz

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Bewegungsmangel bei Kindern hat negative Folgen für ihre körperliche, psychische, geistige und soziale Entwicklung. Verändertes Verhalten wie auch die ungünstigen Verhältnisse im Wohnumfeld (Freiraum) tragen zum Bewegungsmangel bei.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Unter Beteiligung der Präventionsanbieter (zwei Grundschulen und eine weiterführende Schule in Göttingen, 2 Grundschulen und eine Hauptschule in München) soll das Freizeitverhalten der Kinder durch Spielaktivitäten im Wohngebiet intensiviert werden und durch Bereitstellung zusätzlicher und durch Aufwertung bestehender Freiräume im Wohnumfeld gefördert werden. Neue Kooperationsstrukturen sollen durch eine Vernetzung von kommunalen Institutionen und Bürgergruppen (Schulen, städtische Ämter und Verbände der Berei-che Gesundheit, Kinder- und Jugendarbeit, Sport, Umwelt und Natur) langfristig verankert werden.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Grundschüler und -schülerinnen (6-10)
  • Schülerinnen und Schüler (11-14)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft
  • Schule

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Entwicklung und/oder Erprobung von Interventionen
  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Strukturbildung

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Schulung / Kurs / Training
  • Sonstige verhältnisbezogene Maßnahmen
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Ohne Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Dokumentenanalyse
  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Beobachtung

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Intermediäre Verhaltenparameter
  • Kompetenz / Empowerment
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Die Zielgruppe in Göttingen und München bilden Kinder im Alter von ca. 8 bis 12 Jahren von 2 Grundschulen in eher sozial benachteiligten Wohngebieten und jeweils die Kinder der 5. Klassen einer weiterführenden Schule. Das Gesundheits- und Bewegungsverhalten bei den Kindern wird wie folgt erfasst: HBSC-Fragebogen, Elternfragebogen und Erhebungen durch Streifzüge. Maßnahmen zur Bewegungsförderung sind: Spielaktionen einmal pro Klasse und Monat an unterschiedlichen Plätzen im Wohngebiet während des Sportunterrichts und Spielaktionen am Nachmittag im Wohngebiet einmal pro Woche.
Weitere Maßnahmen: wöchentliche Elternbriefe zur Einbindung der Eltern; die Kontaktgruppen (Elternvertreter, Lehrer/innen, Vertreter von Vereinen und Einrichtungen) begleiten und fördern auch die Maßnahmen zur Verbesserung der Freiraumsituation (bisher 6 Treffen in München und 4 Treffen in Göttingen mit jeweils ca. 12 Teilnehmern).

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Die Fragebogenerhebungen in den beteiligten Grundschulklassen sowie die Erhebung durch Streifzüge befinden sich in der Auswertung. Die regelmäßigen schulischen (25 in Göttingen, 20 in München) und außerschulischen Spielaktivitäten in den Wohngebieten finden seit September 07 statt. Nach ca. 25 Nachmittagsterminen ist die Teilnahme von Kindern an den Nachmittagsveranstaltungen ansteigend. Folgende flächenbezogenen Maßnahmen werden bearbeitet: kinderfreundliche Hausordnungen in den Wohngebieten (Abschaffung von Restriktionen hinsichtlich Ballspielen und Radfahren), Öffnung des Schulhofes für Kinder außerhalb der Unterrichtszeiten, Errichtung eines Hartplatzes und zweier Naturspielberge, Umgestaltung eines monotonen Flussufers als Erlebnisraum, kinderfreundliche Umgestaltung von ehemaligen Brach- und Verkehrsflächen.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Der Praxistransfer besteht in der Nachhaltigkeit sachlicher und struktureller Veränderungen z.B. an Hausordnung und Flächen (Verhältnisprävention) sowie in der Initiierung bleibender Erfahrungen zum Bewegungsverhalten der Kinder im Freien. Durch Öffnung der Schule für Bewegungsaktivitäten im Wohngebiet wie durch Fortführung der Kontaktgruppe soll der gemeinschaftliche Prozess zur Förderung der Kindergesundheit dauerhaft etabliert werden.

Liste zuklappenPublikationen

Schemel & Müller (2010): Bewegungsräume im Wohnumfeld zur Förderung der Gesundheit von älteren Kindern. - Ein Leitfaden für Kommunen und Bürgergruppen. (steht als PDF-Download unter Projektmaterialien zur Verfügung)

Weiterführende Informationen

Links

http://www.kindergesundheit-foerdern.de/

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Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung