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Projekt-Detailansicht

Sozialräumliche Prävention in Netzwerken (SPIN)

Allgemeines

laufende Projektnummer

86

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Projektes „SPIN“ adaptiert der Landespräventionsrat Niedersachsen die Steuerungs- und Planungsmethode für die kommunale Präventionsarbeit “Communities That Care - CTC” erstmals im deutschen Sprachraum.
Der in den USA entwickelte Handlungsansatz hat die sozialräumliche Planung der Prävention von Problemverhaltensweisen Jugendlicher in den Bereichen Gewalt, Kriminalität, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulabbruch, frühe Schwangerschaften, sowie Depressionen und Ängste zum Gegenstand. CTC geht von wissenschaftlichen Erkenntnissen über Risiko- und Schutzfaktoren in den Bereichen Familie, Schule, Wohnumfeld, sowie den Peer-Groups der Jugendlichen aus.

Zu den im Rahmen von CTC verwendeten Instrumenten gehören:

· eine repräsentative Jugendbefragung, mit der die bestehenden Risiko- und Schutzfaktoren in einem bestimmten Gebiet gemessen werden können

· eine für kommunale Leitungskräfte und die Akteursnetzwerke vor Ort entwickelte Trainings- und Schulungsreihe, die diese dabei unterstützt, auf der Basis der vorhandenen Daten ein gemeinsames Handlungskonzept zu entwickeln

· eine Zusammenstellung von in Deutschland verfügbaren, auf ihre Wirksamkeit geprüften bzw. erfolgversprechenden manualisierten Präventionsprogrammen („Grüne Liste Prävention“), welche die gemessenen Risikofaktoren senken und Schutzfaktoren stärken können.

CTC wird in drei Modellstandorten in Niedersachsen erprobt, in der:

· Landeshauptstadt Hannover

· Stadt Göttingen

· und im Landkreis Emsland

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Dezember 2008 Ende / geplantes Ende: Dezember 2012

Die Förderung des Projektes erfolgte durch

  • Einrichtungen der Bundesländer: Nds. Justizministerium, Nds. Sozialministerium
  • EU
  • Stiftungen: Klosterkammer Hannover

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Niedersachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Sucht (z.B. Tabak, Alkohol)
  • Gewaltprävention
  • Soziale Kompetenz

Liste zuklappenHauptziele der Studie

In Niedersachsen wird 2008-2012 die Präventionsstrategie „Communities that Care“ in 3 Standorten modellhaft erprobt. Schwerpunkt des Entwicklungs- und Handlungsprogramms ist ein integrierter Ansatz zur Minimierung von Risiken und Aktivierung von lokalen Ressourcen, um die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen insbesondere in benachteiligten Stadtteilen und Wohngebieten zu verbessern. Die Standorte der Modellvorhaben sind die Landeshauptstadt Hannover, die Stadt Göttingen und der Landkreis Emsland.Die Ergebnisse und Wirkungen der Modellvorhaben sollen im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung über die Laufzeit von 3 Jahren ausge- und bewertet werden.

Die Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitung beinhalten alle 5 CTC-Phasen und umfassen:

· die Unterstützung bei der Zielentwicklung bzw. Konkretisierung der Ziele,

· die Dokumentation der Zielerreichung der Modellvorhaben über den gesamten Projektzeitraum,

· die regelmäßige Rückmeldung über die Zielerreichung an die Modellvorhaben und an die Projektleitung,

· die Dokumentation der Zielerreichung in Zwischenberichten,

· die Dokumentation des Gesamtprojektes in einem Abschlussbericht und

· fachliche Beratung zu den Themen Projektmanagement, Netzwerkentwicklung und Sozialraumorientierung.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Grundschüler und -schülerinnen (6-10)
  • Jugendliche und junge Erwachsene (15-25)
  • Klein- und Vorschulkinder (2-5)
  • Schülerinnen und Schüler (11-14)
  • Säuglinge (0-1)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen
  • Professionelle als Multiplikatoren
  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Familie / Haushalt
  • Kindergarten / Kindertagesstätte
  • Region / Stadtteil / Nachbarschaft
  • Schule
  • Verein / Kirchengemeinde

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Optimierung von Qualitätssicherung
  • Ermittlung des Bedarfs
  • Identifikation von Zielgruppen
  • Strukturbildung
  • Vernetzung bestehender Programme
  • Zugangswege
  • Zusammenstellung für die Praxis

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Beratung / Coaching / Hausbesuche
  • Informationsveranstaltungen
  • Management-/Organisationsbezogene Intervention
  • Schulung / Kurs / Training
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Beobachtend
    • Querschnittsstudie
  • Literaturstudie

verwendete Methoden

  • Dokumentenanalyse
  • systematische Literaturanalyse
  • Qualitative Methode: Experteninterview, Leitfrageninterview, Beobachtung
  • Analyse von Sekundärdaten

gemessene Outcomes?

  • Kompetenz / Empowerment
  • Strukturbildung
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Der zu implementierende CTC-Ansatz ist ein wissensbasiertes Handlungskonzept, dass auf Daten und kontinuierlicher Selbstevaluation basiert. Es ist im Rahmen des CTC Prozesses vorgesehen, bestimmte Strukturen aufzubauen, die lokalen Risiko- und Schutzfaktoren zu erfassen sowie daraufhin Handlungskonzepte auf der Basis bereits evaluierter Programme zu implementieren. Der CTC Prozess ist in 5 Phasen untergliedert. Es ist vorgesehen, dass die Erfüllung einer Mindestanzahl von festgelegten Qualitätskriterien jeder Phase Vorbedingung des Starts der nächsten Phase ist. Insofern sind einige der Bausteine der Evaluation auch integrale Bestandteile der CTC Phasen, die durch die Evaluation der FH Köln weder beeinflusst noch geleistet werden sollen.
Die Evaluation bewertet die Prozesse aus einer die CTC Meilensteine übergreifenden Perspektive.
Der Ablauf des CTC Prozesses ist ein wichtiger Bestandteil der Evaluation. Sie stellt den Projektverlauf nach den internen Zielkriterien von CtC dar. Das Monitoring der Projektabläufe soll weitestgehend durch die Projekte selbst geleistet werden. Diese Selbstbeobachtung dient als eine Grundlage für die externe Evaluation.
Die Evaluation der FH Köln zielt auf eine lernende Projektbegleitung. Sie untersucht die CTC-Implementierung im Verlauf der Umsetzung und in einer zusammenfassenden ‚summativen‘ Bewertung. Damit soll geklärt werden ob CTC ein geeignetes und übertragbares Instrument für die Kommunen in Niedersachsen darstellt und wie das Instrumentarium ggfs. angepasst werden sollte.

Der Evaluationsansatz orientiert sich an dem so genannten CIPP –Modell von Stufflebeam (Stufflebeam/Madaus/Kellaghan 2000). Dabei wird zwischen Kontext (englisch Context), Input, Prozess und Produkt unterschieden. Diesen Kategorien lassen sich die verschiedenen Qualitäten der Evaluation zuordnen.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Alle weiterführenden Projektmaterialien sind auf der Projekt-Homepage zu finden (s.u.).

Links

www.spin-niedersachsen.de

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Logo der Medizinischen Hochschule Hannover

Logo des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf

Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung