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Ältere gezielt erreichen - Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0713

laufende Projektnummer

46

Kurzbeschreibung

Die Studie „Ältere gezielt erreichen“ (AeGE) widmete sich der systematischen Weiterentwicklung von zielgruppenorientierten Zugangswegen. Zielsetzungen waren die Eruierung, Erprobung sowie Evaluation der Effektivität und Kosteneffektivität von unterschiedlichen Zugangswegen zur Erreichung älterer Menschen für eine präventive Maßnahme. Untersuchungsgegenstand war der Zugang zur Intervention des präventiven Hausbesuchs. Fragen waren, wie und über welche Zugangswege Ältere mit unterschiedlichen Gesundheitsrisiken erreicht werden können. In dieser explorativen Evaluationsstudie kamen qualitative und quantitative Methoden zum Einsatz, zusätzlich wurden Leistungsinanspruchnahmedaten einer Krankenkasse analysiert.

Mit der Konzeption und Evaluation einer altersgruppen- und gendersensiblen schriftlichen Erst-Information wurde der vielfach geforderten, aber in Forschung und Praxis vernachlässigten zielgruppenorientierten Adressierung Rechnung getragen. Die in einem mehrstufigen Verfahren entwickelte zielgruppenspezifische Ansprache (Anschreiben, Flyer) wurde zur Motivierung von über 65-jährigen AOK-Versicherten zur Teilnahme an präventiven Hausbesuchen eingesetzt. Erprobt und hinsichtlich ihrer (Kosten-)Wirksamkeit evaluiert wurden zwei Zugangswege über zentrale Einrichtungen im Gesundheitswesen (Krankenkasse, Hausarzt). Die Studie wurde in ausgewählten Regionen der Großstädte Hannover und Braunschweig sowie in den Kleinstädten Verden und Delmenhorst durchgeführt. Die Ergebnisse mündeten in Empfehlungen, die im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung mit Vertretern aus Praxis und Politik diskutiert wurden.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
Prof. Dr. Ulla Walter (Projektleitung)
Carl-Neuberg-Str. 1
30623 Hannover
Telefon: 0511-532 4455
Fax: 0511-532 5347
E-Mail: walter.ulla@mh-hannover.de

Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung
PD Dr. Christian Krauth (Projektleitung)

Institut für Allgemeinmedizin
Prof. Eva Hummers-Pradier (Projektleitung)

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Mai 2008 Ende / geplantes Ende: November 2011 BMBF-Förderphase 3

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Einrichtungen des Gesundheitssystems (z.Bsp. Krankenhaus, Arztpraxis, Ärztekammer)
  • Sozialversicherung (z.B. Krankenkasse, Unfallkasse)

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Niedersachsen

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Prävention von chronischen Erkrankungen (z.B. KHK, Diabetes)
  • Prävention von Pflegebedürftigkeit

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Entscheidend für die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen ist die richtige Auswahl der Zielgruppe, ihre erfolgreiche Ansprache und Nutzung eines angemessenen Zugangswegs.

Präventive Hausbesuche werden in Deutschland derzeit in Modellvorhaben erprobt und scheinen geeignet, um schwer erreichbare Zielgruppen, wie u.a. ältere multimorbide Menschen, zu erreichen (vgl. Soom Amman, Salis Gross 2011). Meinck et al. (2004: 737) kommen zu dem Resultat, dass „derzeit Evidenz für die grundsätzliche Wirksamkeit präventiver Hausbesuche im Alter“ bestehe, es jedoch Klärungsbedarf hinsichtlich der Eignung bestimmter Zielgruppen gebe.

Das Praxisprojekt „Gesund Älter Werden“ (AOK Niedersachsen) bietet seit 2004 präventive Hausbesuche an. Die Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie zu den Ursachen der hohen Abbrecher- und Nichtteilnehmerquote sowie geringerer Beteiligung der Männer (Theile 2005) legten nahe, dass neben dem gewählten Verfahren – Anschreiben und telefonischer Kontakt durch AOK-Mitarbeiter – weitere Zugangswege wie über den Hausarzt (Wildner, Manstetten 2002) erprobt werden sollten.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Zielsetzungen der Studie waren die Eruierung, Erprobung sowie Evaluation der Effektivität und Kosteneffektivität des Zugangs über zentrale Einrichtungen der gesundheitlichen Versorgung zur Erreichung älterer Menschen für eine präventive Maßnahme (präventiver Hausbesuch). Die Studie ging zum einen den Fragen nach, wie ältere Frauen und Männer für eine präventive Maßnahme motiviert werden können, und inwiefern eine alters- und geschlechtsspezifische Ansprache erforderlich ist. Zum anderen wurde untersucht, über welche Zugangswege (telefonischer Kontakt über die Krankenkasse, persönlicher Kontakt in der Hausarztpraxis) Ältere mit unterschiedlichen Gesundheitsrisiken erreicht werden können und wie kosteneffektiv diese Zugangswege sind. Des Weiteren zeigt die Studie mögliche Barrieren und ihre Überwindung auf Seiten der Älteren und Professionellen auf. Die AeGE-Studie trägt zur systematischen Weiterentwicklung von zielgruppenorientierten Zugangswegen bei.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Hochbetagte (ab 80)
  • ältere Menschen (66-79)

Personengruppe

  • Bevölkerungsgruppen in risiko-erhöhten Lebensphasen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Familie / Haushalt
  • Punktuell wahrgenommene Einrichtung des Gesundheitswesens (Artzpraxis, Apotheke, ambulante Pflege)
  • Verbände / Krankenkassen

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Identifikation von Zielgruppen
  • Sonstiges: Evaluation der Wirksamkeit von Ansprachematerialien
  • Zugangswege

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Beratung / Coaching / Hausbesuche
  • schriftlichen Informationen / Erstellen von Websites

Studiendesign

  • Sonstiges : Explorative Evaluationsstudie

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)
  • Qualitative Methode: Diskussionsrunde / Fokusgruppen, Experteninterview, Leitfrageninterview
  • Analyse von Sekundärdaten
  • gesundheitsökonomische Analyse

gemessene Outcomes?

  • Gesundheit: Lebensqualität, Intermediäre Verhaltenparameter, Morbidität
  • Kompetenz / Empowerment
  • Versorgungsdaten
  • Zugangswege
  • Akzeptanz / Zufriedenheit
  • Direkte/indirekte Kosten

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

  1. Entwicklung und Optimierung einer zielgruppengerechten Ansprache
    Für die Entwicklung der zielgruppengerechten Ansprache wurden vier Fokusgruppen und 12 persönliche Interviews mit Frauen und Männern in den Altersgruppen „65 bis 75 Jahre“ sowie „76 Jahre und älter“ durchgeführt. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für die Entwicklung und Evaluation eines zielgruppenspezifischen Anschreibens und eines Informationsflyers zum Angebot des präventiven Hausbesuchs. Zusätzlich wurde ein Kurzfragebogen zur Eingrenzung der Zielgruppe entwickelt. Ein Expertengremium wurde beratend bei der Entwicklung der Ansprache einbezogen. Die zielgruppenspezifische Ansprache wurde in zwei Regionen evaluiert; jeweils 50% der Angeschriebenen (unter Berücksichtigung von Geschlecht, Alter, Interventionsregion) erhielten die herkömmlichen bzw. die neu entwickelten Informationen.

  2. Erprobung und Evaluation von Zugangswegen
    Es wurden zwei Zugangswege untersucht: die persönliche Übergabe der zielgruppenspezifischen schriftlichen Ansprache in der Hausarztpraxis und die postalische Versendung über die Krankenkasse. Die Zugänge erfolgten in zwei ländlichen und zwei städtischen Regionen. Zur Eingrenzung der Zielgruppe wurde der Kurzfragebogen eingesetzt. Zur Evaluation der Zugangswege wurden die Charakteristika und das Gesundheitsverhalten der Teilnehmer, Nichtteilnehmer und Abbrecher verglichen. Zusätzlich wurden die Charakteristika der Zielgruppe nach Zugangsweg und Region verglichen. Als Datenbasis dienten Leistungsinanspruchnahmedaten der AOK, bei den präventiven Hausbesuchen routinemäßig erhobene Daten, für das Vorhaben entwickelte Fragebögen sowie Dokumentationsbögen zum Aufwand der Rekrutierung. Zudem wurden die Präventionsberaterinnen sowie Ärzte und Praxishelfer befragt.

  3. Entwicklung von Empfehlungen und Transfer in die Wissenschaft und Versorgungspraxis
    Die Evaluationsergebnisse mündeten in die Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Erreichbarkeit von älteren Menschen für präventive Maßnahmen. Es wurde eine Expertentagung mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis durchgeführt, auf der die Ergebnisse eingebracht und diskutiert wurden.

Grafische Übersicht des Studiendesigns zum Download

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Die AeGE-Studie trägt wesentlich zur differenzierten Beurteilung der Erreichbarkeit von Älteren für Präventionsmaßnahmen bei. Sie ermöglicht Rückschlüsse, über welche Zugangswege die herkömmlich als „schwer erreichbar“ geltenden Zielgruppen für eine Teilnahme motiviert werden können.

Es konnte ein geschlechtsspezifisches Anspracheprofil herausgearbeitet und für die Ansprache genutzt werden: Männer lassen sich eher durch leistungs- und bewegungsorientierte Angebote ansprechen, Frauen präferieren ganzheitliche und sozial orientierte Angebote ohne Leistungsorientierung. Der Angebotsflyer und das geschlechtsspezifische Anschreiben wurden auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Des Weiteren wurde ein Fragebogen zur Zielgruppeneingrenzung für die Intervention des präventiven Hausbesuches entwickelt. Über beide Zugangswege wurden unterschiedliche Personen erreicht. Insgesamt konnten 768 Versicherte über die Krankenkasse und 240 Versicherte über die Hausarztpraxen kontaktiert werden. Die Kontaktierten im Hausarzt-Zugang waren im Durchschnitt zwei Jahre älter (75 vs. 73 Jahre). Über diesen Zugangsweg wurden 141 Zielgruppenangehörige (58,8%) ermittelt, wobei bei 49 Probanden (34,8%) der Zugang erfolgreich war. 58 (24,2%) gehörten zur Nichtzielgruppe, 41 waren Verweigerer (17,1%). Über den Zugangsweg Krankenkasse wurden 311 Zielpersonen (40,5%) identifiziert; bei 94 Probanden (30,2%) wurden drei oder mehr Hausbesuche durchgeführt. 173 (22,5%) gehörten zur Nichtzielgruppe, 284 (37,0%) verweigerten die Studienteilnahme. Es wurden über die beiden Zugangswege unterschiedliche Zielpersonen erreicht (Krankenkasse = jünger, alleinlebend, Verlust einer nahe stehenden Person / Hausarztpraxen = Polypharmazie, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen). Von 84 angeschriebenen Hausarztpraxen zeigten 21 eine Teilnahmebereitschaft, wovon 13 Praxen Probanden rekrutierten. Der Zeitaufwand für die Praxenbetreuung betrug durchschnittlich 7 Stunden. Es zeigte sich ein Mehraufwand für die Rekrutierung pro Versicherten (Arzt, Praxispersonal, Koordinierungsstelle) im Hausarzt-Zugang (46 vs. 29 Minuten). Obgleich ein erheblicher Aufwand für die Rekrutierung der Hausarztpraxen und die Versichertenrekrutierung über diesen Zugangsweg zu verzeichnen war, war die Quote bzgl. eines erfolgreichen Zugangs höher.

Die Einbeziehung der Zielgruppe eines Präventionsprogramms sollte bereits bei der Entwicklung und der Ausgestaltung von Informationsmaterialien erfolgen. Die Definition der Programmziele und die Zielgruppeneingrenzung zu Projektbeginn sind Voraussetzungen für eine zielgruppenspezifische Ansprache in einem gestaffelten Vorgehen. Direkte Steuerungselemente, wie die Auswahl verschiedener Zugangswege, der Einsatz von Kurzfragebögen oder das Erfragen der Teilnahmebereitschaft, sollten durch eine indirekte Steuerung in Form von zielgruppenspezifischen Ansprachematerialien ergänzt werden.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Im Rahmen der Studie wurden den beteiligten Professionen die Ergebnisse rückgekoppelt. Die AOK Niedersachsen konnte die neu gewonnenen Erkenntnisse zu Ansprache und Zielgruppeneingrenzung durch Veränderungen ihrer aktuellen Vorgehensweise bezüglich der präventiven Hausbesuche im Projektverlauf direkt umsetzen. Die modifizierten Materialien zur Ansprache, insbesondere der Flyer, wurden positiv evaluiert und werden auch weiterhin vom Praxispartner genutzt. Darüber hinaus wurden die Studienergebnisse mit Experten der Wissenschaft, Versorgungspraxis und Politik im Hinblick auf ihre Übertragbarkeit sowie die Optimierung der Versorgungsstrukturen erörtert. Hierzu wurde am Ende der Projektlaufzeit eine Tagung unter Einbindung einschlägiger Institutionen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden zudem im wissenschaftlichen Bereich in einschlägigen Journalen publiziert und auf Tagungen präsentiert.

Liste zuklappenPublikationen

Ältere gezielt erreichen – Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs. In: BZgA (2012, Hrsg.): Ergebnisse der Präventionsforschung nutzen. 14 Beispiele aus dem BMBF Förderschwerpunkt. Präventionsprojekte für ältere Menschen. Köln: 34-35.

Patzelt C, Stahmeyer J, Deitermann B, Heim S, Lupp K, Theile G, Hummers-Pradier E, Krauth C, Walter U. (2012): Hausarzt versus Krankenkasse – Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs. Wissenschaftliche Jahrestagung der DGSMP: Gesundheitsökonomie versus Sozialmedizin. Wie viel Ökonomisierung verträgt ein solidarisches Gesundheitssystem. 12.09.-14.09.2012, Essen. Gesundheitswesen 74: 577.

Patzelt, C.; Deitermann, B.; Heim, S.; Krauth, C.; Theile, G.; Hummers-Pradier, E.; Walter, U. (2012): Wie können ältere Menschen für die Inanspruchnahme des präventiven Hausbesuches motiviert werden? In: Public Health Forum 20 (1): 14.e1-14.e3.

Deitermann, B.; Patzelt, C.; Heim, S.; Krauth, C.; Theile, G.; Hummers-Pradier, E.; Walter U. (2011): Erfolgreiche Prävention braucht eine geschlechtergerechte Ansprache. In: Public Health Forum 19 (2): 9.e1-9.e3.

Walter, U.; Patzelt, C.; Deitermann, B.; Heim, S.; Schmiemann, G.; Theile, G.; Krauth, C.; Hummers-Pradier, E. (2011): Ältere gezielt erreichen (AeGE) – Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs. In: Niedersächsisches Ärzteblatt 84 (6): 69-70.

Theile, G.; Heim, S.; Patzelt, C.; Deitermann, B.; Walter, U.; Hummers-Pradier, E. (2010): Präventive Hausbesuche – wen interessieren sie eigentlich? In: Kirch W, Middeke M, Rychlik R (Hrsg.): Aspekte der Prävention. Stuttgart – New York: Thieme: 187-189, Abschnitt 23.4.

Patzelt C, Deitermann B; Bisson S, Heim S, Theile G, Hummers-Pradier E; Walter U (2009): Gesundheitsverständnis und Inanspruchnahme von Präventionsangeboten aus der Perspektive älterer Menschen. Gesundheitswesen; 71: 522.

Deitermann B, Patzelt C, Bisson S, Heim S, Theile G, Hummers-Pradier E, Walter U (2009): Ältere als Zielgruppe der Forschung: Möglichkeiten und Grenzen von Fokusgruppen mit über 65-jährigen Personen. Gesundheitswesen; 71: 566.

Heim S, Theile G, Deitermann B, Patzelt C, Hummers-Pradier E, Walter U, (2009): Wer möchte schon einen präventiven Hausbesuch? Ältere Menschen und ihre Wünsche zu Präventionsangeboten (AeGE - Ältere Gezielt Erreichen: Effektivität und Kosteneffektivität von Zugangswegen am Beispiel des präventiven Hausbesuchs –Teilergebnisse), Zeitschrift für Allgemeinmedizin, Sonderausgabe DEGAM/DKVF 2009; 151-152.

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