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Neue Projekte in der Datenbank

Hier finden Sie die neusten 10 eingestellten Projektbeiträge aus der Datenbank.

Die Projektdatenbank

Hier sind die Vorhabensbeschreibungen, Ergebnisse und Strategien zum Praxistransfer der rund 60 Projekte des BMBF-Förderschwer- punkts Präventionsforschung zu finden. Links und Literaturhinweise liefern weitere Hintergrundinformationen zu den einzelnen Studien. Zudem bieten Volltext- und Rubrikensuche komfortable Recherchemöglichkeiten.

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Bewegungs- und Sozialverhalten von Kindern im Vorschulalter - Einflussfaktoren zur Stärkung der Gesundheitsressourcen im Kontext von Kindergarten und Familie

In dem Forschungsvorhaben soll auf Basis eines Mixed-Methods-Designs der Zusammenhang zwischen familienbezogenen Determinanten, systematischen Bewegungskonzepten in Kindergärten und Kindertagesstätten und dem Bewegungsverhalten, den Gesundheitsressourcen sowie Peer-Interaktionen von Vorschulkindern untersucht werden. Dazu werden eine Bestandserhebung von (systematischen) Bewegungskonzepten und -angebotsstrukturen in Kindergärten in Niedersachsen (Vollerhebung: N=4.114) (Studienmodul I), eine Befragung von Kindern (N=400) und Eltern (N=400) in Kindergärten (N=40) mit bzw. ohne systematischem Bewegungskonzept (Studienmodul II) sowie ethnographische Fallstudien mit Kindern (N=16) (Studienmodul III) durchgeführt. Die drei Studienmodule sind wechselseitig aufeinander bezogen und ermöglichen es, die jeweiligen Forschungsergebnisse weiter zu detaillieren bzw. sie in einen umfassenderen Kontext zu stellen.

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Gesundheitsbildung und -förderung im Elementarbereich. Entwicklung von Körpergefühl, Gesundheitsvorstellungen und -theorien im Kontext von Kindergarten und Familie

Gesundheitsrelevantes Verhalten, wie gesunde Ernährung, körperliche Aktivität und Stressbewältigung, stellen Bestandteile eines Lebensstils dar, dessen Ausbildung über Lernen, Gewohnheitsbildung und Prozesse des sozialen Vergleichs entsteht. Da die Ausbildung eines solchen Lebensstils bereits in frühester Kindheit über die Vorbildfunktion und Erziehung der Eltern beginnt, kommt der Familie eine besonders hohe Bedeutung hinsichtlich der Entwicklung eines gesundheitsfördernden Lebensstils zu, gefolgt von den Lebenswelten Kita und Schule. Ziel des Gemeinschaftsprojekt der Leibniz Universität Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover ist die Erfassung der subjektiven Konstruktionen von Gesundheit bei sozio-ökonomisch benachteiligten Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, deren Eltern und ErzieherInnen. Im Zentrum stehen die Themen Ernährung und Bewegung. Um die Forschungsfrage zu untersuchen, wird ein vornehmlich qualitatives Forschungsdesign gewählt, das zweiphasig und mehrperspektivisch angelegt ist. Der Zugang zum Forschungsfeld wird über den institutionellen Kontext der Kitas gewählt und erfolgte in Form einer Onlinebefragung (Vollerhebung im Großraum Hannover, N=557) und durch fokussierte Gruppendiskussionen mit ErzieherInnen in den Kindertageseinrichtungen (N=12). In der zweiten Forschungsphase findet eine Vertiefung und Perspektivenerweiterung in ausgewählten Kitas statt, um die Genese von Gesundheitsvorstellungen des Kindes über symbolische Puppeninterviews zu explorieren. Gleichzeitig werden durch episodische Interviews die entsprechenden Vorstellungen und subjektiven Konstrukte der Eltern und ErzieherInnen, als den wichtigsten kindlichen Bezugspersonen, erforscht. Flankierend werden Ernährungs- und Bewegungstagebücher eingesetzt, durch deren Auswertungen die Angaben der Interviewten unterstützt oder kontrastiert und mit Expertenempfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund (FKE), des American College of Sports Medicine (ACSM, WHO) und der Sporthochschule Köln verglichen werden.

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Entwicklung und Validierung eines Monitoringinstrumentes zur Messung der Tabakpolitik an Schulen

Das Vorhaben beinhaltete die Entwicklung und Validierung eines zuverlässigen Monitoringinstrumentes zur Messung der Tabakkontrollpolitik an Schulen und die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen der Umsetzung einer Tabakkontrollpolitik in Schulen und dem Rauchverhalten und den tabakbezogenen Einstellungen der Schüler/innen. Es gliederte sich in drei Phasen:

  1. Entwicklung eines Monitoringinstrumentes zur Erfassung der Umsetzung der schulischen Tabakpolitik und Erprobung an Pilotschulen
  2. Im Rahmen einer Querschnittsanalyse Untersuchung des Zusammenhanges zwischen dem Grad der Umsetzung einer Tabakpolitik und dem Rauchverhalten bzw. den tabakspezifischen Einstellungen (Tabakdistanz) der Schüler/innen
  3. Erhebung der Veränderung im Tabakkonsum bei den Schüler/innen und Lehrpersonen nach der Einführung des BZGA-Leitfadens "Auf dem Weg zur rauchfreien Schule" .

Ziel war die zur Verfügungstellung einer Methode, anhand derer Schulen sich hinsichtlich ihrer Tabakpolitik einordnen können. Der Einfluß der Tabakpolitik bzw. einzelner Aspekte der Tabakpolitik auf das Rauchverhalten sollte untersucht werden. Die Dimensionen des Instruments sollten ein Qualitätsmanagement zur Verbesserung der Tabakpolitik in Schulen anstoßen.

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Programmentwicklung und Evaluation präventiver Bewegungsfördermaßnahmen für Erwachsene mittleren Alters unter besonderer Berücksichtigung von Frauen aus sozial benachteiligten Schichten

"Bewegung als Investition in Gesundheit: Das BIG-Projekt“ ist Modellprojekt für Bewegungsförderung bei Frauen in schwierigen Lebenslagen, z.B. Frauen mit Migrationshintergrund, Empfängerinnen von staatlichen Transferleistungen oder Alleinerziehenden, in Erlangen gelaufen. BIG zielte darauf,
a) innovative Maßnahmen zur Gesundheitsförderung über Bewegung zu konzipieren und mit Präventionsanbietern umzusetzen sowie
b) innovative Evaluationsansätze zu realisieren.

In einem umfassenden Ansatz der Partizipation wurden mit BIG Maßnahmen zur verhaltens- und verhältnispräventiven Bewegungsförderung gemeinsam mit Frauen in schwierigen Lebenslagen, Experten aus dem Bereich der Gesundheitsförderung sowie der öffentlichen Verwaltung und politischen Entscheidungsträgern in einem intersektoralen Ansatz in den Settings Wohnquartier, Betrieb und Sportverein geplant und umgesetzt. Die Maßnahmen umfassten

  1. Bewegungsprogramme (z. B. Fitness- und Ausdauerkurse),
  2. Bewegungsgelegenheiten (z.B. Frauenbadezeit, Gesundheitsseminare)
  3. Ausbildung (als Übungsleiterinnen) und
  4. Etablierung nachhaltiger Strukturen für Gesundheitsförderung mit Frauen in schwierigen Lebenslagen vor Ort (z.B. Koordinationsstellen oder Projektbüros).

Die zur Anwendung gekommene qualitative und quantitative Evaluationsmethodologie bewertete sowohl Dimensionen der Programmentwicklung (z.B. Beteiligung der Zielgruppe) als auch Dimensionen der Programmwirksamkeit (die Wirkung auf Risikofaktoren, Gesundheit, Gesundheitsverhalten; die Wirkung auf soziale, organisatorische und politische Kapazitäten der Gesundheitsförderung und die ökonomische Wirksamkeit).

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Aktivierende Gesundheitsförderung durch nachbarschaftliches Engagement im Stadtteil

Geplant ist die Umsetzung, Durchführung und Evaluation eines stadtteilbezogenen Interventionsprojekts, das über die Vernetzung vorhandener Akteure und Angebote sowie die Etablierung neuartiger Angebote einen Beitrag zur Gesundheitsförderung älterer Menschen leisten soll. Hauptansatzpunkt der Intervention ist dabei die Aktivierung und Nutzung von Potentialen und Ressourcen älterer Menschen auf der Basis nachbarschaftlichen Engagements. Im Fokus der Intervention sollen insbesondere sozial benachteiligte Ältere und Ältere mit Migrationshintergrund stehen.

Bei erfolgreichem Verlauf kann das Vorhaben als Modell für vergleichbare Interventionen an anderen Orten dienen. Die Ergebnisse der Evaluation können weiterhin Anhaltspunkte zu erleichternden und hemmenden Faktoren für die Durchführung derartiger Interventionsmaßnahmen und die Anpassung an verschiedene Settings und Zielgruppen geben.

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Ausweitung der Wochenbettbetreuung durch Hebammen in ausgewählten Regionen in Rheinland-Pfalz und Bayern

Hebammen können derzeit Mütter mit ihren neugeborenen Kindern über einen Zeitraum von bis zu acht Wochen nach der Gebrut betreuen. Darüber hinaus sind nur noch Beratungen im Kontext von Stillen und Ernährungsfragen möglich. Die durch die Hebammen-Vergütungsvereinbarung in diesem Zeitraum zur Verfügung stehenden Kontakte mit der Hebamme werden jedoch vielfach nur anteilig in Anspruch genommen.
In einzelnen Modellregionen der Bundesländer Bayern und Rheinland-Pfalz wird in Ansprache mit den AOK-Landesverbänden der Regelzeitraum für die Hebammenbetreuung auf sechs Monate nach der Geburt verlängert. Durch die Studie wird die zeitlich ausgeweitete Hebammenbetreuung evaluiert. Ziel der Studie ist es, die Effektivität und die Effizienz der intensivierten nachgeburtlichen Versorgung zu überprüfen.
Im Rahmen eines prospektiven Kontrollgruppendesigns werden sowohl Hebammen und die von ihnen betreuten Eltern in der Interventionsgruppe (Betreuung über sechs Monate) als auch Hebammen und die von ihnen betreuten Eltern in der Kontrollgrupe (Betreuung über acht Wochen) quantitativ befragt. Die Befragung findet zwischen dem 8. und 14. Lebenstag des Kindes (T1) und vor Vollendung des sechsten Lebensmonats des Kindes (T2) statt.

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Gesundheitsfördernde Ganztagsschule

Kinder in Deutschland blicken aufgrund mangelnden Gesundheitsbewusstseins und -verhaltens in eine wenig gesunde Zukunft. Im Zuge der bildungspolitischen Reformierung des Schulsystems werden Grundschulen zu Offenen Ganztagsschulen (OGTS) ausgebaut, so dass sich die Chance und das Potential bieten, gesundheitsfördernde Maßnahmen stärker als bisher in der Schule zu institutionalisieren, nicht zuletzt, um auch Kinder bildungsferner Schichten erreichen zu können. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen werden in Kooperation mit dem Schul­verwaltungsamt der Stadt Köln gesundheitsfördernde Maßnahmen an Ganztagsgrund­schulen der Stadt Köln im Hinblick auf ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität evaluiert. Auf Grundlage der erarbeiteten Forschungsbefunde wird ein Gütesiegel „Gesundheitsfördernde OGTS“ entwickelt, um die Schulen durch die Zertifizierung für eine Intensivierung gesundheits­fördernder Maßnahmen zu sensibilisieren, welche – langfristig und erfolgreich umgesetzt – allen Kindern in Kölner Grundschulen zugute kommen sollen.

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Kinder in Kitas (KiK)

Ziel:
Im Sinne einer möglichst frühzeitig einsetzenden Förderung sollen Kindertageseinrichtungen (Kitas) durch KiK im Bereich der Früherkennung von Entwicklungsgefährdungen und hinsichtlich des Einleitens individueller Fördermaßnahmen unterstützt werden.

Methoden:
KiK wird als randomisierte prospektive kontrollierte Studie in 12 Kitas in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) durchgeführt. Als Instrument zur Früherkennung von Entwicklungsgefährdungen kam das „Dortmunder Entwicklungsscreening für den Kindergarten DESK 3–6“ zur Anwendung.

Bisher veröffentlichte Ergebnisse:
97% der befragten 71 Erziehenden bewerteten das DESK als hilfreiches Verfahren zum Erkennen von Entwicklungsgefährdungen. Das angebotene Training wurde
von über 90% der Erziehenden positiv bewertet. Das DESK 3–6 und das Training besitzen eine hohe Akzeptanz bei Erziehenden in M-V. Die Mehrheit der befragten Erziehenden beurteilt das DESK als geeignet, um Anzeichen von Entwicklungsgefährdungen zu erkennen. Die Übertragbarkeit der Trainingsinhalte in den Kita-Alltag wird von Erziehenden ebenfalls positiv bewertet.

Studienkoordination: Dr. Marco Franze
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Kontakt:
Dr. Marco Franze
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Institut für Community Medicine Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health Forschungsschwerpunkt Prävention Ellernholzstr. 1-2, 17487 Greifswald
Tel.: 0151 - 58 71 21 76 (03834 - 86 77 56), Fax: 03834 - 86 77 52 marco.franze@uni-greifswald.de

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EVALLAP - Evaluation von Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen des Landesaktionsplans zur Gesundheitsförderung und Prävention in Mecklenburg-Vorpommern

Einleitung: Als landesübergreifende Strategie für Mecklenburg-Vorpommern (M-V) wurde der „Landesaktionsplan Gesundheitsförderung und Prävention Mecklenburg-Vorpommern“ (LAP) unter Einbindung aller Ressorts der Landesregierung, der kommunalen Spitzenverbände und Partner/Akteure aus den Lebensbereichen Kindertagesförderung, Schule, Betrieb/Arbeitswelt und Kommune entwickelt und vom Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern im Juni 2008 veröffentlicht. Der LAP möchte einen Beitrag zu einem Mehr an Gesundheit im Land leisten und beinhaltet gemeinsame Ziele, Strategien und Handlungsschwerpunkte für Gesundheitsförderung/Prävention (GF/P) in den Lebensbereichen Kindertagesförderung, Schule, Kommune und Betrieb/Arbeitswelt.

Methodik: Da vor Veröffentlichung des LAP im Juni 2008 keine Evaluationsstudie vorlag, deren Informationen als Grundlage für einen ersten Messzeitpunkt hätten verwendet werden können, wurde die Untersuchung in Form einer retrospektiven Fragebogenstudie durchgeführt, sodass neben einer aktuellen Einschätzung für das Jahr 2010 auch rückblickend das Jahr 2008 in Hinblick auf ausgewählte Items bewertet werden sollte. Die schriftliche Befragung fand im September und Oktober 2010 statt.

Ergebnisse (hier nur bezogen auf Einschätzungen von kommunalen Vertretern und Mitgliedern des Aktionsbündnisses): An der Befragung nahmen insgesamt 242 Personengruppen beziehungsweise Institutionen teil, davon 24 Mitglieder des Aktionsbündnisses für Gesundheit (Response: 60%) und 17 Gesundheitsämter (Response: 100%). Die Mitglieder des Aktionsbündnisses bewerten den Vernetzungsgrad zwischen den Akteuren in allen Settings für das Jahr 2010 signifikant besser (in Bezug auf das Setting Kommune: p < 0,05). Nach Aussage der kommunalen Vertreter verfügt die eigene Stadt/Kommune über signifikant mehr niedrigschwellige aufsuchende Angebote (Familienhebammen oder aufsuchende Hilfen durch das Gesundheitsamt; p < 0,01), die Vernetzung unterschiedlicher Beratungsstellen wird für das Jahr 2010 ebenfalls signifikant positiver bewertet (p<0,01).

Schlussfolgerung: Es sind signifikante Verbesserungen im Bereich GF/P in M-V zu berichten, allerdings beruht diese Einschätzung ausschließlich auf dem subjektiven Eindruck der Befragten. Daher sollten die Ergebnisse in Bezug zu objektiven Daten gesetzt werden (z.B. Daten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Inanspruchnahme der Früherkennungsuntersuchungen, Ergebnisse zur Zahngesundheit, Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen).

Studienkoordination: Dr. Marco Franze
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann

Kontakt:
Dr. Marco Franze
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Institut für Community Medicine
Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health
Forschungsschwerpunkt Prävention
Ellernholzstr. 1-2, 17487 Greifswald
Tel.: 0151 - 58 71 21 76 (03834 - 86 77 56), Fax: 03834 - 86 77 52
marco.franze@uni-greifswald.de

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