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Neue Projekte in der Datenbank

Hier finden Sie die neusten 10 eingestellten Projektbeiträge aus der Datenbank.

Die Projektdatenbank

Hier sind die Vorhabensbeschreibungen, Ergebnisse und Strategien zum Praxistransfer der rund 60 Projekte des BMBF-Förderschwer- punkts Präventionsforschung zu finden. Links und Literaturhinweise liefern weitere Hintergrundinformationen zu den einzelnen Studien. Zudem bieten Volltext- und Rubrikensuche komfortable Recherchemöglichkeiten.

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Prävention zur Verhinderung von Exklusion - Förderung der seelischen Gesundheit in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Quartieren mit besonderen Problemlagen

Das Vorhaben hat das Ziel, präventive Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit in einem Setting-Ansatz in Kindertageseinrichtungen mit besonderem Entwicklungsbedarf zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren. Dadurch soll ein Beitrag zur Verhinderung von Exklusion sowie zur Verbesserung gleicher Gesundheits- und Bildungschancen geleistet werden. Es wird ein Präventionskonzept der Förderung der seelischen Gesundheit und der Resilienz in 6 Kitas implementiert, das auf 4 Ebenen ansetzt (Kurse für Kinder, Beratung u. Kurse für Eltern, Weiterbildung u. Supervision der Fachkräfte in den Kitas, Vernetzung im Sozialraum). Dieses Programm wird mit einer Kombination aus Ergebnis- und Prozessevaluation auf Effekte hin überprüft. Dabei werden quantitative und qualitative Erhebungsinstrumente genutzt. Die Kitas entwickeln sich so zu resilienzförderlichen Knotenpunkten im Sozialraum. Es werden neue niederigschwellige Strukturen geschaffen, die die Inanspruchnahme von präventiven Leistungen erleichtern, eine Verbindung zwischen Gesundheits- u. Bildungsförderung wird realisiert. Die Erkenntnisse werden veröffentlicht und fließen langfristig in die Aus- u. Weiterbildung von Fachkräften ein.

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Soziokulturelle Faktoren und Essstörungen im Jugendalter- Evaluation eines schulbasierten Präventionsprogramms

Das Projekt zielt darauf ab, der Entwicklung von gestörtem Essverhalten und Essstörungen entgegen zu wirken. Dazu soll ein universelles Präventionskonzept zur Umsetzung in den Klassenstufen 7-9 entwickelt und evaluiert werden. Es wird ein Programm entwickelt, in dem die Jugendlichen den Umgang mit Medien und der eigenen Altersgruppe lernen, aber auch protektive Faktoren, wie ein positives Selbstbild und soziale Kompetenzen, gestärkt werden. Die 9 Sitzungen umfassende kognitiv-verhaltensorientierte, interaktive Intervention soll von Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen des regulären Unterrichts oder an Projekttagen realisiert werden. Die Evaluation des Ansatzes erfolgt in einem kontrollierten Design mit Messwiederholung. Zum Einsatz kommen validierte Fragebögen und Interviews. Die Akzeptanz des Ansatzes wird durch Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte bewertet. Das entwickelte Präventionskonzept wird in einem Manual erfasst und die Lehrkräfte aller beteiligten Schulen werden in der Anwendung trainiert. Bei guten Effekten könnte dieses Trainingskonzept nicht nur weiteren Schulen angeboten werden, sondern auch in die Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern integriert werden.

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Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige - Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Assessments zur Primärprävention in vernetzten Strukturen

Vorhabenziel: Die Entwicklung, Implementierung, Validierung und Evaluation eines Assessments zur Ermittlung des individuellen Bedarfs an primärpräventiven Maßnahmen bei älteren pflegenden Angehörigen.
Arbeitsplanung: In einer Vorstudie werden zur Entwicklung des Assessments und zur Auswahl geeigneter Zugangswege Experteninterviews, strukturierte Gruppendiskussionen und Sekundärdatenanalysen durchgeführt. Nach der Implementierung des Assessments kommen zur Evaluierung des Instruments standardisierte schriftliche Befragungen zum Einsatz.
Ergebnisverwertung: Ein zu entwickelnder Maßnahmenkatalog mit möglichen primärpräventiven Angeboten zur Gesundheitsförderung für ältere pflegende Angehörige kann von Präventionsanbietern angewendet werden. Akteuren, die im Bereich der häuslichen Versorgung tätig sind, wird ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem individuelle Profile älterer pflegender Angehöriger im Hinblick auf Risiken und Ressourcen ermittelt werden können. Am Beispiel der Deutschen BKK wird modellhaft aufgezeigt, wie gesundheitsfördernde vernetzte Strukturen in der Initialphase einer Pflegeübernahme nachhaltig zu etablieren und zu finanzieren sind.

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Identifikation und Überwindung kulturspezifischer Barrieren und Nutzung zielgruppenspezifischer Ressourcen bei der zugehenden und sozial-räumlich ausgerichteten HIV/AIDS-Prävention für MigrantInnen aus Sub-Sahara-Staaten

Das Afrika-Projekt in Bremen verfolgt zwei Ziele:

  1. Identifikation kulturspezifischer Zugangsbarrieren bei der Nutzung HIV- und AIDS bezogener öffentlicher Präventionsmaßnahmen für MigrantInnen aus Sub-Sahara Afrika zur Verbesserung der zielgruppenspezifischen Präventionsarbeit.
  2. Prozess- und Ergebnisevaluation des durch die Deutsche AIDS Stiftung und den Europäischen Flüchtlingsfond initial geförderten kultursensitiven, sozial-räumlich ausgerichteten und zugehenden HIV/AIDS-Präventionsprogramms des Bremer Gesundheitsamtes.

Die Erfassung von Ressourcen und Barrieren bei der kultursensitiven HIV/AIDS-Arbeit wird durch Fokusgruppengespräche und leitfadengestützte Einzelinterviews realisiert, welche mit HIV- und AIDS-Betroffenen und deren Angehörigen, nicht-infizierten/ungeschulten MigrantInnen, nicht-infizierten/geschulten MigrantInnen und Schlüssel-Personen der afrikanischen Community (z.B. Pastoren, Ladenbesitzer) durchgeführt werden. Die Prozess- und Ergebnisevaluation wird über Dokumentationsbögen zu den In- und Outputindikatoren des Afrika-Projektes erfasst. Wissens-, Einstellungs- und Verhaltensänderungen werden mit Hilfe eines adaptierten KAP-Fragebogens (in Anlehnung an die BZgA-Erhebung von 2006) zu zwei Messzeitpunkten an 20 Key-Personen und 200 MigrantInnen untersucht. Es wird ein standardisiertes Erhebungsinstrument zur Erfassung von gesundheitspsychologisch fundierten, kultur- und genderspezifischen Barrieren und Ressourcen entwickelt mit dem Ziel, dies in zukünftigen KAP-Studien zur Erfolgskontrolle hinsichtlich HIV/AIDS-Präventionsarbeit einsetzen zu können. Die Ergebnisse der nach Mayring (2007) ausgewerteten Interviews und Fokusgruppen werden in einem parallelen Schritt zur Erstellung von kultursensitiven und genderspezifischen Handlungsempfehlungen im Rahmen der HIV/AIDS-Präventionsarbeit für MigrantInnen aus Sub-Sahara-Afrika überführt.

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Prävention der familialen Transmission von Depressionen bei Kindern depressiver Mütter

Das Ziel des Projekts war die Entwicklung, Evaluation und Implementierung eines Eltern-Kind-Trainings zur Prävention kindlicher Depression für die Hochrisikogruppe Kinder depressiver Mütter. Als Zugangsweg wurden Mutter-Kind-Kliniken gewählt, da hier Mütter mit psychischen Belastungen gemeinsam mit ihren überwiegend noch nicht psychisch auffälligen Kindern behandelt werden und die Rahmenbedingungen für ein präventives Angebot besonders günstig sind. Das EFFEKT-Training (ein Trainingsprogramm für Eltern und Kinder im Vorschulalter) wurde dabei zunächst an Zielsetzung des Projekts und Bedürfnisse der Kliniken angepasst. Therapeutinnen und Erzieherinnen wurden geschult und führten das Training 6 Monate lang durch. Hauptziele sind die Stärkung der mütterlichen Erziehungskompetenz und das Fördern der sozialen Kompetenz und der Problemlösefähigkeiten der Kinder. Als Kontrollgruppe wurde in den Kliniken die übliche Behandlung durchgeführt. Durch das Projekt konnten evidenzbasierte Aussagen zur Wirksamkeit eines primärpräventiven Programms bei der Hochrisikogruppe von kleinen Kindern depressiver Mütter mit Aussagen zu Einsetzbarkeit, Rahmenbedingungen und Effekten des Trainings generiert werden. Angestrebt wird die Etablierung eines evidenzbasierten präventiven Angebots in der Versorgungsstruktur.

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Evaluation und Wirkungsnachweis der Programme 'PriMa' und 'Torera' zur Primär-Prävention von Ess-Störungen bei Schülerinnen ab dem 6. Schuljahr

Im Rahmen des Vorhabens wurden die Programme PriMa, TOPP, Torera und STARK als wissenschaftlich evaluierte primärpräventive Interventionen gegen Ess-Störungen (weiter-)entwickelt und etabliert. Ziel war der Nachweis der Wirksamkeit im Kontext einer insgesamt dreischrittigen umfassenden Evaluation (Level 1: Wirksamkeit, Level 2: Bewährung im Feld, Level 3: Verbreitung).

Für die Evaluation wurden überwiegend standardisierte Fragebogen eingesetzt (FBEK, KEDS, EAT-26, Wissenstest). Die Überprüfung der Wirksamkeit der Intervention erfolgte anhand mehrerer parallelisierter Prä-Post-Kontrollgruppen-Designs unter Teilnahme von über 100 Schulen mit ca. 2.500 Mädchen und knapp 1.000 Jungen der 6. Klasse und 7. Klasse.

Die Ergebnisse wurden in Diplomarbeiten und Promotionen sowie Publikationen in Fachzeitschriften und auf Kongressen veröffentlicht.

Die Programme können über die Thüringer Essstörungsinitiative e. V. (www.thessi.de) und das Heidelberger Präventionszentrum (GmbH) erworben werden.

Der Abschlussbericht wurde im Januar 2010 beim BMBF eingereicht (Download). Eine ausführliche Projektdokumentation liegt bereits als Buch vor.

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Implementierung und Evaluation eines evidenzbasierten primärpräventiven Interventionsprogramms für alleinerziehende Mütter und ihre Kinder in Kindertagesstätten (PALME)

Hintergrund: Alleinerziehende Mütter leiden häufiger unter chronischen Krankheiten, Depressionen und erhöhten Stressleveln als Mütter in Parterschaften. Auch ihre Kinder zeigen häufiger Anpassungs- und Verhaltensprobleme als Kinder aus Zweielternfamilien. Material und Methoden: Auf bindungstheoretischer Grundlage wurde ein strukturiertes, emotionszentriertes Elterntraining ("PALME", 20 Sitzungen, 1x/Woche, etwa 12 Teilnehmerinnen) für alleinerziehende Mütter mit Kindern im Vorschulalter entwickelt. Die Gruppen werden von geschulten Erzieherinnen und Erziehern geleitet. Die Wirksamkeit des Trainings auf psychische/psychosomatische Belastungsmaße und emotionale Kompetenzen der Mütter sowie kindliches Problemverhalten wurde in einer randomisierten, kontrollierten Studie mit 58 alleinerziehenden Müttern untersucht. Ergebnisse: Es zeigten sich varianzanalytisch signifikante Gruppe x Messzeitpunkt-Interaktionseffekte zugunsten der Interventionsgruppe verglichen mit der Kontrollgruppe. Nach dem Training waren psychische Beeinträchtigung, die teilweise klinisch ausgeprägte Depressivität und emotionale Kompetenzen der Mütter nachhaltig verbessert. Darüber hinaus ergaben sich Hinweise auf reduzierte Verhaltensprobleme sowie ein positiveres Selbstbild ihrer Kinder. Eine Prozessevaluation der Implementierung von PALME in die Regelversorgung der Kommunalen Kooperationspartner Neuss und Hilden ergab überwiegend positive Bewertungen der Schulung und des Verlaufs der Gruppensitzungen durch die Gruppenleiter. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass PALME ein wirksames Präventionsprogramm zur Reduzierung depressiver und allgemeiner psychischer Symptome und zur Steigerung des Wohlbefindens alleinerziehender Mütter ist.

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Prävention kindlicher Adipositas: Was verhindert und erleichtert Eltern den Zugang zu Präventionsangeboten? - Grundlage für die Konzeption eines Präventionsangebotes für sozial benachteiligte Risikogruppen

Adipositas ist bereits bei Vorschulkindern ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem. Zwar sind erste Präventionsansätze erfolgversprechend, jedoch wird gerade die Hochrisikogruppe der sozial Benachteiligten oftmals nicht erreicht. Das Vorhaben verfolgt drei Hauptziele: die Analyse wahrgenommener Barrieren und Hinderungsgründe zur Inanspruchnahme von Präventionsangeboten, die Entwicklung eines selektiven Präventionsprogramms sowie die Evaluation dieses Ansatzes. Zunächst sollen Fokusinterviews mit 40 Eltern von Vorschulkindern mit erhöhtem Adipositas-Risiko durchgeführt werden. Die Ergebnisse gehen in die Konstruktion eines standardisierten Instruments ein, welches in einer anschließenden Befragung von 200 Eltern deren Veränderungsbereitschaft und Schwierigkeiten bei der Durchführung präventiver Maßnahmen erfasst. Auf dieser Basis wird ein theoretisch-fundierter Präventionsprogramm entwickelt und evaluiert. Das entwickelte Konzept kann in Kitas zum adipositas-vorbeugenden Training mit Eltern gefährdeter Kinder genutzt werden. Dabei können die erarbeiteten Motivationsstrategien auch bei anderen Störungsgruppen hilfreich sein.

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H.O.M.E. Housing Opportunities & Mobility in the Elderly: Primärprävention für das höhere Lebensalter - Milieuspezifische Wohnstrategien und Umzugsentscheidung älterer Frauen und Männer

Zu den alters­pezi­fischen Risiken zählen die mit der Wohnsituation verbundenen Gefährdungen, da sich mit fortschreitendem Alter der Aktivitätsradius stark auf das Wohnumfeld einschränkt. Schlechte Wohn­bedingungen wirken sich physisch, psychisch und sozial aus und bergen eine erhöhte Institutiona­lisierungsgefahr. Die Versorgung von Hoch­betagten in Pflegeeinrichtungen stellt mit 5% der Krankheits­kosten in Deutschland auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht ein relevantes Thema dar. Demnach können Umzugs­entscheidungen im Bereich des Privatwohnens sowohl als Beitrag zur Kosten­reduzierung als auch als Möglichkeit individueller proaktiver Optimierung der Person-Umweltpassung verstanden werden. Diese Studie untersucht Umzugs­entschei­dungen, die als primärpräventives Handeln zugunsten altersgerechter Wohn­umwelten zum Erhalt von Autonomie und Lebens­qualität betrachtet werden können. Im Zuge der Frage, welche Faktoren Wohnmobilität beeinflussen, sollen Umzugsbereitschaft versus Wohnimmobilität bezüglich Geschlechts-, Alters- und Milieuspezifität untersucht werden.

Eine quantitative Befragung zu sozio­demografischen Daten wird mit einem experimentellen Vignettendesign kombiniert. Letzteres konfrontiert die Befragten mit einer hypothetischen Umzugsentscheidung. Der Feldzugang sieht eine geschichtete Ziehung (N=1.100) aus dem Einwohnermelderegister Berlins vor.

Diese Studie leistet einen empirischen Beitrag zur verhältnispräventiven Charakterisierung von Umzugs­­bereitschaft im Hinblick auf ökologische Risiko­konstellationen.

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