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Evaluation einer Evidenz-basierten Verbraucherinformation zur Entscheidungsfindung beim kolorektalen Screening

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

01EL0714

laufende Projektnummer

47

Kurzbeschreibung

Ziel der Studie ist zu prüfen, ob die Bereitstellung Evidenz-basierter Verbraucherinformationen zur Darmkrebsfrüherkennung zu einem höheren Anteil an informierter Entscheidung führt. Die evidenzbasierte Information beinhaltet sowohl die möglichen Optionen als auch den zu erwartenden Nutzen und Schaden der einzelnen Maßnahmen und berücksichtigt die international diskutierten Kriterien für evidenzbasierte Informationen. Desweiteren werden zwei interaktive Lernelemente bereitgestellt. Die Überprüfung erfolgt in einer randomisiert-kontrollierten Studie. Der primäre Endpunkt ist die informierte Entscheidung des Patienten. Der Endpunkt beinhaltet die Dimensionen, Wissen, Einstellung und Inanspruchnahme des Screenings. Der primäre Endpunkt und der sekundäre Endpunkt „Wissen“ werden mittels Fragebogen 6 Wochen nach Bereitstellung der Intervention erhoben. Zur Erhöhung der Validität erfolgt ein Abgleich mit den Versichertendaten. Es wird exemplarisch erprobt, ob mit diesem Evidenz-basierten Informationsprogramm die nach den Prinzipien der Risikokommunikation aufbereitete Information der optimierten Standardinformation überlegen ist und in Zukunft bereitgestellt werden kann.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Universität Hamburg

FB 13, IGTW - Gesundheit
Dr. Anke Steckelberg

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Oktober 2007 Ende / geplantes Ende: November 2009 BMBF-Förderphase 3

Liste zuklappenPraxispartner

BARMER GEK | k.A.

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Sozialversicherung (z.B. Krankenkasse, Unfallkasse)

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • bundesweit

Projektbeschreibung

gesundheitsbezogener Schwerpunkt des Projekts

  • Früherkennung von Krankheiten und Beeinträchtigungen
  • Sonstiges: evidenzbasierte Patienteninformation

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Gesundheitsentscheidungen bedürfen transparenter und vor allem Evidenz-basierter
Verbraucher- bzw. Patienteninformation. Dies gilt für therapeutische und diagnostische Verfahren als auch für Präventions- und Screeningmaßnahmen. Die international diskutierten und geforderten Qualitätsanforderungen für Evidenz-basierte Patienten- und Verbraucherinformationen werden kaum in die Praxis umgesetzt. Auf Grundlage einer systematischen Analyse deutschsprachiger Verbraucher-Informationsbroschüren zum kolorektalen Screening, vor dem Hintergrund international geforderter Qualitätsstandards wurde eine Evidenz-basierte Verbraucherinformation zum Thema "Darmkrebsfrüherkennung" entwickelt.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Im Projekt wird die Verbraucherinformation im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie auf ihre Wirksamkeit überprüft.

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Menschen im höheren erwerbsfähigen Alter (51-65)
  • ältere Menschen (66-79)

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • Familie / Haushalt
  • Verbände / Krankenkassen

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • Evaluation der Wirksamkeit von Maßnahmen
  • Sonstiges: evidenzbasierte Patienteninformation

Welche Intervention wurde durchgeführt?

  • Sonstiges: evidenzbasierte Patienteninformation

Studiendesign

  • Experimentell
    • Interventionsstudie
      • Mit Kontrollgruppe

verwendete Methoden

  • Quantitative Methode: Standardisierte Befragung (Fragebogen/Interview)

gemessene Outcomes?

  • Kompetenz / Empowerment
  • Versorgungsdaten
  • Sonstiges : informierte Entscheidung

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Studiendesign: Randomisiert-kontrollierte Studie
Stichprobe: 1140 Versicherte der Gmünder Ersatzkasse (GEK), die zu der Zielgruppe der Primärprävention von kolorektalen Karzinomen gehören (versicherte Frauen und Männer im Alter von 50 bis 75 Jahren ohne kolorektales Karzinom).

Intervention: Evidenz-basierte Verbraucherinformation zur Darmkrebsfrüherkennung und zwei interaktive Lernelemente zu Risiko und diagnostischem Test. Die Kontrollintervention besteht aus der Standardversorgung.

Endpunkte: Der primäre Endpunkt ist die informierte Entscheidung, die die 3 Dimensionen umfasst 1) Wissen 2) Einstellung und 3) Teilnahme. Die sekundären Endpunkte sind Wissen und Teilnahme am Screening.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Die Ergebnisse werden bis zum 12.3. bereitgestellt.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Im Anschluss an die Studie kann die Intervention allen Versicherten kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Damit wird im Hinblick auf sozioökonomische Unterschiede intendiert, gleiche Zugangsmöglichkeiten zu qualitätsgesicherten Informationen zu schaffen, und damit eine bedeutsame Voraussetzung für die Partizipation von Versicherten geschaffen.

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

Intervention (Broschüre Darmkrebsfrüherkennung) und Kontrolle (GBA-Flyer) als PDF.
Registrierung der Studie.

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