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Erfahrung nutzen - Wissen vertiefen - Praxis verbessern. Partizipative Entwicklung der Qualitätssicherung und Evaluation in der Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte - Konzepterstellung für Good Practice, Erarbeitung und Beratung bei der Qualität

Allgemeines

Förderkennzeichen BMBF

EL0406/-16

laufende Projektnummer

7

Kurzbeschreibung

Anknüpfend an die internationale Diskussion zum Settingansatz (community-based prevention) und zur Aktionsforschung in Public Health wird in diesem Projekt der Transfer international bewährter partizipativer Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation auf die Primärprävention für sozial Benachteiligte in Deutschland vorgenommen. Arbeitsplanung: In einer Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern und Präventionseinrichtungen auf regionaler und kommunaler Ebene wird Folgendes realisiert: Auf der Bundesebene: (1) Kriterien für Good Practice in der Primärprävention für sozial Benachteiligte werden entwickelt. Das WZB erarbeitet die Konzepte für den Kriterienkatalog und bietet Unterstützung bei Entwicklung, Durchführung und Auswertung der Beratung. (2) Ressourcen für Qualitätssicherung und Evaluation werden gebündelt und den Projektträgern zur Verfügung gestellt. Die wissenschaftlichen Methoden und Fragestellungen werden vom WZB eingebracht. Auf der Projektebene: (3) Beratung und technische Unterstützung für einzelne Projekte werden durch das WZB gewährleistet (capacity building). Ergebnisverwertung: Erstellung eines Katalogs von Good Practice-Kriterien für die Primärprävention für sozial Benachteiligte, Anfertigung eines interaktiven Handbuchs im Internet zu partizipativen Methoden der Qualitätsicherung und Evaluation, Entwicklung individueller Qualitätssicherungsstrategien für 8-10 Projekte.

Liste zuklappenKontaktdaten aller wissenschaftlicher Partner

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Prof. Rolf Rosenbrock

Forschungsgruppe Public Health
Dr. Michael Wright
Reichpietschufer 50
10785 Berlin
Telefon: Tel. +49 30 25491-555
Fax: Fax +49 30 25491-556
E-Mail: wright@wzb.eu

Projektförderung

Beginn / geplanter Beginn: Mai 2005 Ende / geplantes Ende: Dezember 2008 BMBF-Förderphase 1

Institution/Institutionen des/der Präventionspartner?

  • Ministerien und Einrichtungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene

Bundesland / Bundesländer, in denen die Maßnahme statt findet

  • Berlin
  • bundesweit

Projektbeschreibung

Liste zuklappenAusgangssituation und theoretischer Hintergrund der Studie

Vor allem im angloamerikanischen und skandinavischen Raum aber auch in der Entwicklungsarbeit werden partizipative Forschungsmethoden u.a. in der Gesundheitsforschung mit Erfolg angewendet (community-based research). In diesem Forschungsprojekt wird der international bewährte Ansatz in Form der Partizipativen Qualitätsentwicklung auf deutsche Praxisverhältnisse übertragen.

Liste zuklappenHauptziele der Studie

Auf der Bundesebene:

(1) Überprüfung und Weiterentwicklung der Kriterien Guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten in Zusammenarbeit mit Praxisanbietern

(2) Entwicklung und Verbreitung partizipativer Methoden der Datenerhebung und Interpretation durch Workshops und ein internetbasiertes Interaktives Handbuch


Auf der Projektebene:

(3) Beratung und technische Unterstützung für Projektanbieter vor Ort zur Entwicklung und Umsetzung ‚maßgeschneiderter’ Strategien der Partizipativen Qualitätsentwicklung

Liste zuklappenZielgruppe

Altersgruppe

  • Altersgruppenunabhängig

Projekt richtet sich an

nicht geschlechtsspezifisch

Personengruppe

  • Sozial benachteiligte Personen

Die Maßnahme wird in folgendem Setting durchgeführt:

  • trifft nicht zu

Methodik und Studiendesign

Ziele, die das Projekt verfolgt?

  • (Weiter-)Entwicklung von Erhebungsinstrumenten
  • Entwicklung und/oder Optimierung von Qualitätssicherung

Liste zuklappenBeschreibung von Methode und Vorgehensweise der Studie

Das Forschungsprojekt verfolgt einen Handlungsforschungsansatz. In einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis werden Methoden entwickelt und erprobt. Dabei wird die Übertragbarkeit des im Ausland bewährten partizipativen Forschungsansatzes auf deutsche Praxisverhältnisse überprüft.

Ergebnisse und Praxistransfer

(vorläufige) Ergebnisse

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass partizipative Methoden der Qualitätsentwicklung auch in deutschen Praxiszusammenhängen verwendbar sind und Erfolge zeitigen, wenngleich erhebliche Anpassungen an die Arbeitsbedingungen und Problemstellungen der einzelnen Anbieter und Zielgruppen notwendig sind, um die Nutzbarkeit der Methoden zu gewährleisten. Die Methoden tragen wesentlich dazu bei, dass Praktiker ihre Arbeit zielgerichteter und unter einer stärkeren Beteiligung der Zielgruppe gestalten und die Ergebnisse dieser Arbeit auf Grund eigener Datenerhebung an selbst definierten Zielen überprüfen können.

Hier finden Sie eine detaillierte Auswertung der Interviews und Fokusgruppen-diskussionen zu den zwölf Good Practice-Kriterien.

Liste zuklappen(geplanter) Praxistransfer

Die im Rahmen des Projekts entwickelten Methoden und Konzepte werden über ein internetbasiertes Interaktives Handbuch einem größeren Kreis von Praxisanbietern zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Überprüfung bestehender Kriterien für Good Practice werden an die BZgA in Form von Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Kriterien und die weitere Arbeit des Kooperationsverbunds Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten weitergegeben. In einer nächsten Phase soll überprüft werden, wie die partizipativen Methoden der Qualitätsentwicklung in projektübergreifende, regionale Entwicklungsprozesse integriert werden können, um eine möglichst große positive Wirkung zu erzielen.

Liste zuklappenPublikationen


Brandes, S; Reker, N (2009). Empowerment systematisch entwickeln, Ein Hilfsmittel für qualitätsorientierte Teamprozesse, in: Info_Dienst für Gesundheitsförderung 1/2009, 7-8.

Gold, C; Bräunling, S; Köster, M 2009: Kriterien guter Praxis in der Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen und sozial Benachteiligten, in: Hollederer, Alfons (Hrsg.): Gesundheit von Arbeitslosen fördern!. Frankfurt a.M.: Fachhochschulverlag, 112-123.

Kilian, H; Brandes, S; Lehmann, F (2009). Der Good Practice-Ansatz des Kooperationsverbundes "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten", in: In: Kolip, P und Müller, V. Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Handbuch Gesundheitswissenschaften. Bern: Verlag Hans Huber, 97-114.

Kilian, H; Ziesemer, M 2009: Gemeinsam mit den Zielgruppen Qualität praxisnah entwickeln, Internetseite stellt Methoden und Instrumente der Partizipativen Qualitätsentwicklung zur Verfügung, in: Info_Dienst für Gesundheitsförderung 1/2009, 6.

Wright, MT; Block, M; von Unger, H (2009). Partizipative Qualitätsentwicklung. In: Kolip, P und Müller, V. Qualität von Gesundheitsförderung und Prävention. Handbuch Gesundheitswissenschaften. Bern: Verlag Hans Huber: 157-175.

Block, M; Wright, MT (2009). Partizipative Evaluation. In: P Kuhn; I Papies-Winkler, D Sommer. (Hg.) Gesundheitsförderung mit sozial Benachteiligten. Erfahrungen aus der Lebenswelt Stadtteil. Frankfurt am Main: Mabuse-Verlag: 233-248.

Kilian, H; Wright, MT (2008). Gemeinsam Qualität verbessern, Forschungsprojekt zur partizipativen Qualitätsentwicklung, in: Stadtpunkte 1/2008. Hamburg: HAG (Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung), 7-8.

Kilian, H (2008). Konzepte, die ankommen, in: UGB Forum 4/08, 166-168.

Kilian, H; Brandes, S; Köster, M (2008). Die Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung - Handlungsfelder, Akteure und Qualitätsentwicklung, in: GGW (Gesundheit und Gesellschaft Wissenschaft) Jg. 8, Heft 2 (April), 17-26.

Wright, MT; Block, M; von Unger, H (2008). Partizipation in der Zusammenarbeit zwischen Zielgruppe, Projekt und Geldgeber. Das Gesundheitswesen, 69: 647-652.

von Unger, H; Block, M; Wright, MT (2008). Partizipative Qualitätsentwicklung in der Praxis: Die „ZiWi-Methode“. Info_Dienst für Gesundheitsförderung. Zeitschrift von
Gesundheit Berlin, 8(2): 11-12.

Brandes, S; Kilian, H (2007). Good Practice: Qualitätsentwicklung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung, in: Soziale Stadt info 20, 10-13.

Brandes, S; Kilian, H (2007). Praxisbasierte Qualitätsentwicklung mittels Good Practice und partizipativer Methoden, in: Prävention 4/2007, 108-110.

Wright, MT; Block, M; von Unger, H (2007). Stufen der Partizipation in der Gesundheitsförderung. Info_Dienst für Gesundheitsförderung. Zeitschrift von Gesundheit Berlin, 7(3): 4-5.

Wright, MT (2007). Praxis und Forschung in der Gesundheitsförderung: Eine Zweckehe mit Zukunft. Impu!se, 54(1): 8-9.

Wright, MT (2007). Auf dem Weg zu einem theoriegeleiteten, evidenzbasierten, qualitätsgesicherten Primärprävention in Settings. Soziale Benachteiligung, Gesundheit und die Notwendigkeit der Partizipation. Info_Dienst für Gesundheitsförderung. Zeitschrift von Gesundheit Berlin, 7(1): 3-4.

´
Block, M; Wright, MT; Hofmann, U (2006). Evaluation und Qualitätssicherung in der
Gesundheitsförderung. Workshops für Fachkräfte der Primärprävention und Projektberatung. Info_Dienst für Gesundheitsförderung. Zeitschrift von Gesundheit Berlin, 6(3): 7.

Kilian, H (2006). Good Practice als Methode der Qualitätsentwicklung, in: Geene, R., Kilian, H und Ryl, L 2006: Qualitäten der Gesundheitsförderung, Konzepte für die Praxis. Berlin: Gesundheit Berlin, 31-36.

Kilian, H (2006). Qualitätsentwicklung in der Gesundheitsförderung durch Good Practice-Beispiele, in: Deutsche Rentenversicherung Bund 2006: Patientenschulungen in Prävention und Rehabilitation. Berlin: Deutsche Rentenversicherung Bund, 28-46.

Wright, MT (2006). Wie wissen wir, was die Zielgruppe braucht? Partizipative Methoden der Bedarfsbestimmung. ippinfo, Jahrgang 2, Ausgabe 4. Bremen: Institut für Public Health und Pflegeforschung: 7-8.

Wright, MT (2006). Auf dem Weg zu einem theoriegeleiteten, evidenzbasierten, qualitätsgesicherten Primärprävention in Settings. (On the Road to Developing a Theory-Based, Evidence-Based, Quality Assured Primary Prevention in Settings) Jahrbuch für Kritische Medizin, 43: 55-73.

Wright, MT (2006). Partizipative Evaluation und Qualitätssicherung in der Primärprävention am Beispiel der AIDS-Hilfe-Organisationen. In: R. Geene; H. Kilian; L. Ryl; C. Schütte (Hg.) Qualitäten der Gesundheitsförderung. Konzepte für die Praxis. Berlin: Gesundheit Berlin: 37-40.

Wright, MT; Block, M (2005). Partizipative Qualitätssicherung und Evaluation in der
lebensweltorientierten Primärprävention. In: W. Kirch; B. Badura (Hg.) Prävention.
Ausgewählte Beiträge des Nationalen Präventionskongresses. Heidelberg: Springer Medizin Verlag: 157-172.

vollständige Übersicht von Vorträgen und Veröffentlichungen als pdf-Dokument

Weiterführende Informationen

Liste zuklappenProjektmaterialien

  • Abschlussbericht des Projekts
  • Beschreibung des Workshopprogramms, Datenerhebungsinstrumente für die Workshops sowie Methoden-Steckbriefe
  • ausführliche Projektmaterialien (Interviewleitfaden, Good Practice-Checkliste, Informationsblatt zu den Fokusgruppendiskussionen, Leitfäden der Fokusgruppendiskussionen, Kodeplan zur Auswertung von Experteninterviews und Fokusgruppen)

Links

www.partizipative-qualitaetsentwicklung.de

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Logo der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung